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Zuschüsse für junge Musikanten und Sportler

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Jungmusikanten, die zur Musikkapelle Inzell gehören, müssen künftig für den Musikschulunterricht unter bestimmten Bedingungen nur die Hälfte zahlen. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Sie hängen viel Freizeit rein, um bei allen möglichen Anlässen mit ihren älteren Kollegen zur Freude ihrer Zuhörer schwungvoll aufzuspielen: die Jungbläser der Musikkapelle Inzell. Neben den vielen Auftritten müssen sie die Musikproben und die Musikschule besuchen und auch die schulischen Aufgaben meistern. Um diese Nachwuchsmusikanten und ihre Familien zu unterstützen, beschloss der Gemeinderat nun ohne Gegenstimme, den Musikschulbeitrag um 50 Prozent zu ermäßigen. Außerdem befürwortete das Gremium einstimmig, für den DEC Inzell/Frillensee eine Bürgschaft von 10 000 Euro für die erstmalige Ausrichtung des Junioren-Weltcups im Eisschnelllauf zu übernehmen.


Die Ermäßigung der Musikschulbeiträge bekommen die jungen Blaskapellen-Mitglieder unter folgenden Bedingungen: Sie müssen diese beantragen, der Musikschulleiter und der Kapellmeister müssen den Antrag befürworten und die Jungmusikanten müssen das bronzene Leistungsabzeichen haben. Außerdem müssen der Musikschulleiter und der Kapellmeister jährlich bestätigen, dass der Nachwuchsmusikant noch die Voraussetzungen erfüllt. Bürgermeister Martin Hobmaier würdigte den ehrenamtlichen, wertvollen Beitrag, den diese Jugendlichen für die Gesellschaft leisten. Der Junioren-Weltcup, für den der DEC Inzell/Frillensee einen Zuschuss beantragte, findet am 8. und 9. Dezember in der Max Aicher Arena statt. Hobmaier hob hervor, diese Junioren-Veranstaltung sei zwar finanziell nicht so lukrativ, aber wichtig dafür, irgendwann wieder eine Eisschnelllauf-WM nach Inzell holen zu können. Es gebe mehrere kontinentale sowie zwei weltweite Junioren-Weltcups. Der Inzeller Weltcup sei einer dieser zwei globalen Bewerbe und insofern etwas ganz Besonderes. »Wir wollen uns in der jungen Eisschnelllauf-Welt einen guten Namen machen«, betonte der Rathauschef. Er lobte die Betreiber des Postferiendorfs, die dieses während der Veranstaltung zum »Welt-Cup-Dorf« umfunktionieren würden. Das voraussichtliche Defizit von rund 10 000 Euro entstehe unter anderem durch mehrere Auflagen. So koste allein die erforderliche Zeitnahme durch eine Fremdfirma 5000 Euro.

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Hobmaier plädierte dafür, statt eines Zuschusses eine Bürgschaft zu gewähren. Diese soll auf 10 000 Euro begrenzt sein. Wichtig sei, den Veranstalter hier nicht im Regen stehen zu lassen. »Es ist lobenswert, dass der DEC das macht«, fand CSU-Sprecher Bernhard Jung. Die Inzeller Eisschnelllaufjugend habe sich das verdient, und der Ort könne wieder einmal zeigen, dass er ein guter Gastgeber ist. »Das ist ein Signal, auch für unsere Jugend«, befürwortete auch CSU-Kollege Sigi Walch die Bürgschaft.

Stefan Schwabl (Forum aktiv) regte an, schnellstmöglich an den Ortseingängen große Banner zu platzieren. Peter Fegg warb dafür, die Bevölkerung einzuladen, das ganze Dorf zu beflaggen und die Rennen der Jugendelite zahlreich zu besuchen. vm

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