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Zusammenhalten für den Frieden in der Welt

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Der Jahrtag der Nußdorfer Ortsvereine und das Gedenken zum Volkstrauertag wurden mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius und dem anschließenden Gedenken an die Gefallenen und Vermissten am Kriegerdenkmal begangen. (Foto: Volk)

Nußdorf – Der Jahrtag der Ortsvereine und der Volkstrauertag wurden mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius und am Kriegerdenkmal mit einem feierlichen Gedenken an die verstorbenen Mitglieder und Gefallenen der Kriege begangen.


»Es gibt immer weniger Menschen, die die Kriege in unserem Land erleben mussten und durchlitten haben«, machte Pater Gabriel Budau in seiner Predigt deutlich. Selbst wenn es niemand mehr gibt, der die schreckliche Zeit des Krieges erfahren musste, dürfe das Vergessen nicht um sich greifen. Der Volkstrauertag sei wichtiger denn je, besonders für jene Generationen, für die Krieg und Schreckensherrschaft nicht vorstellbar sind und die davon verschont geblieben sind. »Es gilt alle Menschen guten Willens zu sammeln, unabhängig von Nationalität, Rasse, Hautfarbe und Religion, damit Frieden und Freiheit erhalten bleiben«, so der Seelsorger.

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Die Trauer über geliebte Menschen, die Opfer von Krieg und Gewalt und das sinnlose Sterben von Millionen Menschen müssten uns bewusst machen, wie wertvoll Frieden sei. Der Volkstrauertag dürfe nicht aufhören, damit wir immer wieder nachdenken, was gegen Unmenschlichkeit und Grausamkeit zu tun sei. Vor dem Kriegerdenkmal gedachte Pater Gabriel, umrahmt von den Fahnenabordnungen der Ortsvereine, mit Gebeten den Gefallenen und Verstorbenen.

Bürgermeister Hans Gnadl betonte, dass das alljährliche Gedenken für die Gefallenen und Verstorbenen notwendig sei, um immer wieder aufs Neue zu mahnen, was Krieg, Schrecken und Leid für die Menschen bedeute. Es müsse aber auch ein Schlussstrich gezogen werden und das deutsche Volk dürfe nicht länger unter Generalverdacht gestellt werden. Die Nachkriegsgenerationen seien nicht für die beiden Weltkriege verantwortlich.

Damit Unrecht, Terror und Gewaltherrschaft keine Chance haben, müssten die Menschen zusammenhalten, mit dem Ziel, »in unserer Heimat sowie in aller Welt Frieden zu wahren und Frieden zu schaffen. Nie wieder darf geschehen, dessen wir am Volkstrauertag gedenken. Treten wir alle dafür ein, dass der Friede erhalten bleibt,« appellierte Gnadl. Musikalisch umrahmt wurden der Gottesdienst und das Gedenken am Kriegerdenkmal von der Musikkapelle Nußdorf. Unter Trommelwirbel senkten sich die Fahnen der Ortsvereine zu einem ehrenden Gruß. pv

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