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»Zusammen kommen – Reit im Winkl neu entdecken«

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Weil der Schnee immer noch auf sich warten lässt, hat die Gemeinde Reit im Winkl einen »Plan B« entwickelt, um den Winter-Urlaubern ein Ersatzprogramm zu bieten. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl – Welches Angebot kann man den Gästen bieten, wenn Langlaufen, Ski- und Schlittenfahren oder Snowboarden nicht angeboten werden können? Mit dieser Frage beschäftigten sich Vertreter der Gemeinde Reit im Winkl, speziell auch von der Tourist-Info, der Skischulen und von den gastronomischen Betrieben sowie dem Einzelhandel, örtlichen »Leistungsträgern« also. Sie entwickelten für die befürchtete schneelose Zeit einen »Plan B« unter dem Motto: »Zusammen kommen – Reit im Winkl neu entdecken«.


Seit etwa vier Wochen schon beobachten Touristiker mit wachsender Sorge die Witterung – in der großen Hoffnung, dass rechtzeitig vor der anstehenden Wintersaison Schnee fallen möge oder dass ausreichend kalte Temperaturen wenigstens zur Produktion von Kunstschnee reichen würden. Bislang wurden diese Hoffnungen allerdings enttäuscht. Selbst in Höhenlagen auf der Hemmersuppenalm, auf Winklmoos oder der Steinplatte liegt kaum bis gar kein Schnee. Um die Weihnachtszeit beginnt traditionell die Wintersaison, das bedeutet, dass die rund 4800 Gästebetten belegt sein werden.

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Im Kern geht es bei »Zusammen kommen – Reit im Winkl neu entdecken« um Möglichkeiten, um den Gästen Erlebnisse in der Natur anbieten zu können, aber auch um die Geselligkeit, andere Gäste kennenlernen zu können, wie Florian Weindl von der Tourist-Info erläutert. Konkret bedeutet das eine ganze Fülle von Freizeit-Angeboten: Wandertouren, Nordic Walking, die Nutzung des Kletterwaldes auf dem Masererpass, geführte Begehungen des Klettersteigs, ein Segway-Parcours, erweiterte Öffnungszeiten der Gemeindebücherei und voraussichtlich auch des Hallenbads. »Wir überlegen auch, wie man den Festsaal für Spiel- und Sportangebote nutzen kann«, so Weindl weiter.

Auch eine Skischule ergänzt das Angebot, speziell für Kinder werden hier Betreuungsmöglichkeiten geschaffen. »Für uns ist die jetzige Situation natürlich dramatisch«, sagt Stefan Heigenhauser von der Skischule. In der Hochsaison sind bis zu 100 Skilehrer im Einsatz, »wenn wir keinen Schnee bekommen, dann sind es null Skilehrer, die Kurse geben«, so Heigenhauser weiter. »Ich kenne die Wetteraufzeichnungen bis ins 19. Jahrhundert zurück, solche schneearmen Winter hat es immer wieder gegeben«, betont er jedoch.

Bekannt wurde im Zusammenhang mit dem Ersatzprogramm, dass heuer die Gondelseilbahn auf die Winklmoos-alm erst am 25. Dezember ihren Betrieb aufnehmen wird – gut zwei Wochen später als in den Jahren zuvor. Bis zum 24. Dezember können die Gäste mit dem Auto kostenlos auf das Almengebiet fahren. Die Gemeinde verzichtet hier auf die Erhebung der üblichen Maut, um den Gästen, einen kleinen Ausgleich gewähren zu können.

Über Stornierungen hat man trotz Schneemangels nicht zu klagen, ergänzt Florian Weindl. »Momentan können wir hier keine Auffälligkeiten feststellen.« Abschließend fasst er zusammen: »Auch wenn wir heuer mit dem Schnee bisher kein Glück haben, es ist schon mehr als bemerkenswert, wie hier alle zusammenrücken, um mit dem aufgelegten Ersatzprogramm  aus der ungünstigen Situation das Beste zu machen.« ost