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Zunftstange restauriert

Grassau. Die Chiemsee-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbank Chiemsee hat die Restaurierung einer der 14 Zunftstangen in Grassau finanziert und dafür 2500 Euro zur Verfügung gestellt. Pfarrer Andreas Horn bezeichnete die 14 Stangen in der Grassauer Pfarrkirche als ein besonderes Ensemble.

Diese Zunftstange wurde dank einer Spende der Chiemsee-Stiftung aufwändig restauriert. Gerhard Ruf (links) und Franz Schlechter (rechts) als Vertreter der VR Bank Grassau erfuhren von Pfarrer Andreas Horn viel über diese 250 Jahre alte Zunftstange. (Foto: Eder)

Die Grassauer Zunftstangen bestehen aus sieben Paaren, wobei ein Paar immer eine Zunft verkörpert. Auf gedrechselten, dicken Stangen sind auf einem kunstvoll verschnörkeltem Fuß Heiligenfiguren zu sehen. Sie stellen die Schutzpatrone der jeweiligen Handwerksberufe dar. Wie Pfarrer Andreas Horn informierte, sind die ältesten Stangen aus dem Jahr 1700 und die jüngeren von 1760.

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Einige Zunftstangen waren nur noch in Bruchstücken vorhanden. Sie konnten nun restauriert und wieder aufgebaut werden. Dies sei aber nur dank der finanziellen Unterstützung vieler Spender möglich gewesen. Die Zunftstange, für welche die Chiemsee-Stiftung die Kosten übernommen habe, sei die Muttergottesstange und gehöre zum Paar der Schuhmacherzunft. Sie sei eine der jüngeren Zunftstangen und sei damit auch etwas aufwändiger gearbeitet. Viele kleine Teile mussten ergänzt werden. So fehlte der Figur die Hand. Auch die Farbe wurde erneuert. Zwölf Zunftstangen seien bereits restauriert. Die letzten zwei werden gerade hergerichtet und vier wurden aus Bruchstücken wieder zusammengefügt. Die Zunftstangen stehen auf dem Balkon im Altarraum. Sie sollen aber nun etwas mehr ins Bewusstsein rücken, so Horn und an kirchlichen Hochfesten dann auch an den Kirchenbänken angebracht werden. Bisher konnte man die Stangen nur beim Fronleichnamsumzug bestaunen.

Gerhard Ruf und Franz Schlechter von der VR Bank in Grassau freuten sich über das Ergebnis der Restaurierung. Die VR Bank Chiemsee-Stiftung fördere bereits seit 2007 soziale aber auch kulturelle Projekte. Man sehe, so Ruf, dass hier die 2500 Euro gut angelegt seien. tb