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Zum Jubiläum reiste selbst die »Waldkönigin« an

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Die »Waldkönigin« Isabella Wimmer war zum Jubiläum des Forstlichen Bildungszentrums in der Laubau aus Rottenburg an der Laber im Landkreis Landshut angereist – sehr zur Freude von Sebastian Paar (links), Leiter des Bildungszentrums, und Arbeitslehrer Sepp Wolf. (Foto: Giesen)

Ruhpolding. Die Waldarbeitsschule in der Laubau, das heutige Forstliche Bildungszentrum Laubau, feierte mit einem Tag der offenen Tür ihr 75-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Forstreform 2005 wurde eine der ältesten und traditionsreichsten Waldarbeitsschulen Deutschlands in »Forstliches Bildungszentrum Stützpunkt Laubau« umbenannt. Die Zusammenarbeit mit neuen Kooperationspartnern wie dem Deutschen Skiverband wurde ausgebaut. Da Qualität auch in der Ausbildung eine immer größere Rolle spielt, ließ sich der Stützpunkt nach DIN 9001, Qualitätsmanagement, zertifizieren.


Viele Ehemalige nahmen an der Feierstunde teil

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Zur Feier waren viele ehemalige Lehrer und Schüler des Ausbildungszentrums gekommen, darunter Forstdirektor Hermann Hein, der die Schule bis in die 90er Jahre geführt hatte. Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler gratulierte zum Jubiläum. Prominenter Gast war »Waldkönigin« Isabella Wimmer, die mit Holzkrone und Zepter eigens zum Jubiläum aus Rottenburg an der Laber im Kreis Landshut angereist war.

In mehreren Gruppen führten der Leiter des Stützpunktes in der Laubau, Sebastian Paar, und Sepp Wolf, Ausbilder für forstliche Sicherheit, durch das landschaftlich wunderschöne Gelände mit mehreren Außenhäusern. Neben dem 2002 errichteten Unterkunfts- und Lehrgebäude gibt es seit 2012 ein neues Haus. Somit stehen 37 Betten in 29 modern ausgestatteten Einzel- und Doppelzimmern zur Verfügung. In den »alten« Unterkunftszimmern im Verwaltungsgebäude dürfen auch Hunde mitgebracht werden.

»Grüne Ausbildung« als Schwerpunkt

Beim Rundgang wurde der Umfang der Arbeit im Bildungszentrum gezeigt. Schwerpunkt ist die sogenannte »Grüne Ausbildung« zum Forstwirt, Forstwirtschaftsmeister, Revierjäger oder Revierjagdmeister. Es gibt zudem zahlreiche Fortbildungskurse – zum Beispiel für Waldbauern. Es wird dabei das Arbeiten mit der Motorsäge oder neue Arbeitsverfahren gezeigt.

Als Ersatz für die frühere »Feilhalle« wurde 2010 und 2011 ein neues Technikgebäude mit modernem Lehrsaal errichtet, wo die Schulungen in forstlicher Arbeitstechnik und unfallfreien Arbeitsmethoden stattfinden. Arbeitslehrer Markus Ruf zeigte den Besuchern, auf welch hohem technischen Stand die Computertechnologie im Bildungszentrum steht. Auch die Echtzeitkommunikation beim Austausch mit forstlichen Partnern wird häufig angewendet.

1938 wurde die neu erbaute Schulungsstätte für Waldarbeiter in der Laubau von Georg von Kaufmann, dem späteren Forstdirektor und Leiter des Saalforstamts in Unken, eröffnet. Nach einer Unterbrechung in den Kriegs- und Nachkriegsjahren, wo die Ausbildung vorübergehend in der Leitstube zu Seegatterl stattfand, ging es ab 1956 in der Laubau wieder weiter.

Im Zuge der forstlichen Gebietsreform wurde die Schule 1973 aus dem Forstamt Ruhpolding-Ost ausgegliedert und als selbstständige, der Oberforstdirektion München direkt unterstellte Dienststelle der Bayerischen Forstverwaltung geführt. Geleitet wurde sie von Forstdirektor Josef Demleitner, ab 1981 von Forstdirektor Hermann Hein. Bis heute dient sie auch als Ausbildungsstätte für ausländische Forstleute und für Entwicklungshelfer, die in Ländern mit Gebirgsverhältnissen eingesetzt werden sollen.

Im Festzelt sorgten die Hochstaufner Buam aus dem Berchtesgadener Land musikalisch für gute Unterhaltung. gi