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Zum Geburtstag gab es ein eigenes Auto

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Nach dem Kauf des bisher geleasten Citroën Berlingo übergab Hans Gietl (links) vom gleichnamigen Autohaus das Fahrzeug an die Vorsitzenden von Carsharing Traunstein Wilfried Schott (rechts) und Thomas Lang-Nachtnebel (2. von rechts). Die Glückwünsche der Stadt Traunstein zum Jubiläum überbrachte Oberbürgermeister Christian Kegel (2. von links). (Foto: Buthke)

Traunstein. Sein Geschenk zum zehnten Geburtstag machte sich Carsharing Traunstein selbst: Im Traunsteiner Autohaus Gietl übernahmen die Vorsitzenden Wilfried Schott und Thomas Lang-Nachtnebel einen Citroën Berlingo. Zum zehnjährigen Bestehen hat der Verein das Fahrzeug, das er bisher nur geleast hatte, käuflich erworben.


»Schwierige Anfangszeit«

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Der Vorsitzende Schott erinnerte an eine bewegte und schwierige Anfangszeit von Carsharing Traunstein mit nur einem Fahrzeug, um das Vorhaben zum Laufen zu bringen. Erster Vorsitzender war vor zehn Jahren Manfred Doetsch. Seit 2006 habe der Verein einen stürmischen Wandel erfahren und sei von anfangs zehn auf rund 35 Mitgliedshaushalte mit rund 70 Nutzern angewachsen. Derzeit sei die Nutzung allerdings etwas zurückgegangen, so Schott. Dies sei ökologisch gesehen zwar gut, bringe den Verein jedoch finanziell in Schwierigkeiten, weil die laufenden Kosten da seien.

Die Automobilität bleibe aber weiterhin ein Thema. Dass eine Stadt von einer Größe wie Traunstein Autoteilen (englisch: Carsharing) anbieten könne, sei in Deutschland einmalig. Die Gründung von Carsharing Traunstein vor zehn Jahren sei nur dank der Stadt Traunstein möglich gewesen, weil sie hinter diesem Agenda-Projekt gestanden sei.

Gründungsmitglied und Co-Vorsitzender Lang-Nachtnebel erklärte, rund ein Jahr hätten die Verantwortlichen seinerzeit an der Vereinssatzung und der Nutzungsordnung gearbeitet und seien dabei von Barbara Rassek von der Stadt Traunstein hervorragend unterstützt worden. Gründungsvorsitzender Doetsch habe als Radfahrer Carsharing zwar nie in Anspruch genommen, habe jedoch stets den ökologischen und auch sozialen Nutzen gesehen.

Nach ihm hätten Sabina Wetzelsberger und Georg Gotzler den Vorsitz übernommen. Unter ihnen sei der Verein erst groß geworden und auch die Aufgaben seien größer geworden.

Von einem sehr sensiblen Thema, das den Nerv der Zeit treffe, sprach der Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel, der die Glückwünsche der Stadt Traunstein zum Jubiläum überbrachte. In der Mobilität habe Carsharing einen Vorbildcharakter. Deshalb forderte er die Mitglieder auf, so weiter zu machen. Autoteilen sei der Versuch, das Autofahren so weit wie möglich zu verringern. Oft seien viele in der Stadt allein im Auto unterwegs, die es nur 500 bis 1000 Meter weit hätten. Gerade diese Verkehrsteilnehmer forderte er auf, öfters auch einmal auf das Auto zu verzichten und zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu benutzen.

Drei Fahrzeuge können genutzt werden

Wer am Carsharing Traunstein teilnehmen will, der muss Mitglied ihm Verein werden. Derzeit stehen drei Fahrzeuge, ein Citroën C1, ein Citroën Berlingo und ein Peugeot 206, zur Verfügung.

Zwei Fahrzeuge stehen im Parktunnel am Bahnhof und ein Fahrzeug im Parkhaus an der Scheibenstraße bereit. Mit den vorhandenen Fahrzeugen könnten Buchungen derzeit zu 100 Prozent erfüllt werden, versicherte Schott. Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Vereins. Bjr