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Zum Abschluss herrschte nochmals Gedränge

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Dem Maler und Restaurator Giacomo Antognarelli konnte man am Abschlusswochenende des Traunreuter Christkindlmarkts über die Schulter schauen, wenn er Ansichten seiner Heimatstadt Nettuno malte. (Foto: Mix)

Traunreut – Dichtes Gedränge herrschte am letzten Abend des Christkindlmarkts auf dem Traunreuter Rathausplatz. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um noch einmal über den Markt zu bummeln, Bekannte zu treffen und sich Glühwein oder Bosna schmecken zu lassen. Am kommenden Sonntag findet an gleicher Stelle noch der soziale Weihnachtsmarkt statt, bei dem sich Schulen und Vereine aus der Stadt mit einem vielfältigen Angebot präsentieren.


Das Fazit des Christkindlmarkts 2014 nach drei Wochenenden fiel bei Organisatorin Frauke Tränkner positiv aus. »Wir hatten sehr viel Publikum hier, das Rahmenprogramm kam gut an und auch die Aufteilung der Hütten über den ganzen Platz wurde mehrfach gelobt«, freut sie sich, »nur der Schnee hat heuer leider ganz gefehlt.« Von den Besuchern positiv bewertet würden immer wieder die Hütten, in denen sich die drei Partnerstädte Lucé, Nettuno und Virovitica präsentieren.

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»Ich versuche jedes Jahr aufs Neue, eine breite Vielfalt im Angebot zusammenzustellen, achte aber auch auf Qualität«, betonte die Organisatorin. Eben diese Vielfalt auf dem Markt lobte auch Victor Moreno. »Hier ist bestimmt für jeden was dabei«, betonte der FC-Vorstand, »und ich freu' mich auch immer, wenn ich hier unsere italienischen Freunde wieder sehe.« Dass es neben den internationalen Spezialitäten auch Angebote aus der Region zu kaufen gab, freute Alexander Dopler besonders. Für ihn war der einzige Wermutstropfen beim heurigen Markt: »Schnee und Kälte fehlen mir, um in die richtige Stimmung zu kommen.«

Bei den Fieranten fiel das Fazit am Ende des Christkindlmarkts unterschiedlich aus. Nicht alle waren mit den Umsätzen zufrieden. Christine Lünsmann aus Palling, die selbst gestrickte Mützen in den verschiedensten Farben und Mustern anbot, zeigte sich sehr enttäuscht. Die Leute hätten zwar viel geschaut, aber nur wenig gekauft. Selbst als sie am letzten Tag den Preis deutlich herunter setzte, ging das Geschäft nur schleppend. »Ich mach mir immer viel Mühe mit der Gestaltung des Standes, habe extra Urlaub genommen und jetzt steh ich da die meiste Zeit nur rum«, lautet ihre frustrierende Bilanz. Ganz anders äußerte sich Gerhard Steffens aus Obing, der handgemachte Krippen, Lichterbögen, Pyramiden und Spieldosen im Angebot hatte. »Ich bin sehr zufrieden. Gerade die großen Teile waren gleich am Anfang weg und ich hab jetzt nur noch wenige Stücke hier«, lautete sein Fazit am Sonntagabend. Über mangelndes Interesse der Besucher konnte sich auch Reinhard Wolferseder nicht beklagen. Er hatte ganz ausgefallene, gedrechselte Holzartikel aus heimischen Hölzern dabei, die er auf eine besondere Art behandelt. Mit seiner Frau war er am dritten Wochenende auf dem Markt und am Freitag zunächst völlig frustriert, weil gar nichts lief. »Samstag und Sonntag waren dann aber 'ok' und wir sind eigentlich ganz zufrieden«, lautete die Bilanz. Reinhard Wolferseder zeigt seine Stücke sonst nur auf Kunsthandwerkermärkten und hat es heuer erstmals auf einem Christkindlmarkt probiert. Für die Organisation, Atmosphäre und die netten Leute in Traunreut hatte er höchstes Lob parat, »wir fühlen uns hier wohl und haben viele nette Gespräche geführt«. Der Aufwand war für das Paar, das eine weite Anfahrt aus Perach hatte, aber doch ziemlich groß. Nicht so weit zu fahren hatte Andreas Koch aus Fridolfing, der mit seinen Lungos, Fladenbrot mit verschiedenen Belägen, bestens ankam. »Das hat hier voll eingeschlagen und läuft sehr gut«, erklärte er.

Wieder dabei war der Traunreuter Rudi Stechbarth. Wenn sich auch der Umsatz, den er mit seinen kleinen Engelchen mühsam erwirtschaftet, in Grenzen hielt, so zählt für ihn doch, dass er hier einfach viele Leute treffen kann und nach wie vor seinen Spaß hat.

Am kommenden Sonntag, 21. Dezember, findet nachmittags auf dem Rathausplatz noch der Weihnachtsmarkt der Traunreuter Schulen und Vereine statt. Alle 18 Hütten werden besetzt sein und es gibt ein vielfältiges Angebot. mix

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