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Zum 30. Mal bester Orchideenzüchter

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Zum 30. Mal wurde jetzt der Unterwössner Gärtner Franz Glanz zum besten Orchideenzüchter Deutschlands bestimmt. Unser Bild zeigt (von links): Bürgermeister Ludwig Entfellner, Franz Glanz, den DOG-Präsidenten Bernd Treder und Zweiten Bürgermeister Barthl Irlinger. (Foto: Flug)

Unterwössen – Jede Menge Orchideen, weit ab vom Massenangebot großer Handelsketten, gab es beim Sommertreff der Deutschen Orchideengesellschaft (DOG) bei Blumen Glanz in Unterwössen zu bestaunen. Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung war der Ländervergleich privater Züchter aus Österreich, Deutschland, Ungarn, wie auch die Wertung neuerer Zuchterfolge der Profis.


Knapp 200 Orchideenzüchtern waren von Schleswig-Holstein bis Bayern, aus Österreich, Ungarn und der Schweiz angereist. Gewerbliche Orchideenzüchter, aber auch engagierte Hobbyzüchter waren gekommen. DOG-Vorstand Bernd Treder brachte es auf den Punkt: »Wen einmal das Orchideenvirus gepackt hat, der ist verloren.«

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Die Züchter betreiben einen großen Aufwand von der Aufzucht im Labor bis zur Pflege. Dazu verlangt das Hobby Geduld, wenn manche Arten den Zuchterfolg nach erst nach zehn Jahren zeigen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Während viele Interessierte ihre Aufmerksamkeit vor allem den Orchideen mit Blüten in allen Formen und Farben zuwandten, gehörte die Aufmerksamkeit der Fachleute auch den kleinen oder unscheinbaren Exemplaren. Die offenbarten erst bei genauerem Hinsehen ihren Reiz. Arbeit, Sorgfalt, Fachkunde und Fantasie steckten in jeder dieser wunderbaren Ausnahmeerscheinungen.

Große Aufmerksamkeit fand der Länderwettbewerb von ambitionierten Hobbyzüchtern aus Ungarn, Österreich und Deutschland. Am Ende freute sich Ungarn riesig und ausgelassen über den Sieg. Deutschland wurde Zweiter, Österreich Dritter.

Weil DOG-Präsident Bernd Treder im Stau auf der Autobahn steckte, hatte Vizepräsidentin Irene Bock die Veranstaltung eröffnet. Das Sommerfest der DOG nannte sie eine der schönsten Veranstaltungen der Gesellschaft. Das schrieb sie unter anderem dem Gastgeber Franz Glanz zu. Ähnlich sah das Bürgermeister Ludwig Entfellner. Franz Glanz sehe seinen Beruf als Berufung. Ihm sei es zu verdanken, dass mit seinen Orchideen der Name Wössen in der ganzen Orchideenwelt bekannt sei. Dem Sommerfest und Franz Glanz sei zu verdanken, dass auch internationale Gäste nach Unterwössen kämen. Trotz all der Reisen in alle Welt, die Franz Glanz unternehme, sei der Unterwössner Züchter heimatverbunden geblieben, lobte der Bürgermeister. Der Name Franz Glanz zog sich durch das ganze, immerhin dreitägige Fest. Mehrfach wurde herausgehoben, dass der er seit 50 Jahren Mitglied der DOG sei. Dabei habe er die Gesellschaft immer unterstützt, erinnerte Bock.

Präsident Bernd Treder zeichnete Franz Glanz schließlich im 30. Jahr in Folge als besten Orchideenzüchter Deutschlands aus. Erste Gratulanten waren Bürgermeister Ludwig Entfellner und Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger. Genauso wie an diese Ehrung wird sich Franz Glanz an die Gäste seiner Schwester Monika Schlaipfer erinnern. Der war es Bedürfnis, ihrem Bruder für die herausragende, langjährige Tätigkeit im Betrieb zu danken. Für ihn brachte sie keine Orchideen. Sie hatte ihm einen bayerischen Strauß mit Edelweiß und Enzian gebunden.

40 Preisrichter bewerteten dann 86 neue Züchtungen. Franz Glanz wurde für eine Rossioglossum williamsianum »Wössen« mit einer Goldmedaille für die Kultur und einer Silbermedaille für die besonders schön geformten und gefärbten Blüten ausgezeichnet.

Präsident Treder zog am Ende ein durchweg positives Fazit. Im Wettbewerb habe es sehr schöne Züchtungen gegeben. Die über 40 Preisrichter unterstrichen die Bedeutung. Das Interesse der Besucher an der Veranstaltung und den drei Ausstellungsständen sei groß gewesen. lukk