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Zugunglück: Staatsanwalt schweigt zu Ermittlungen

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Am Faschingsdienstag starben elf Menschen, als sie Regionalzüge bei Bad Aibling kollidierten. (Foto: dpa)

Bad Aibling/Traunstein – Die Staatsanwaltschaft Traunstein äußert sich nicht zum Stand ihrer Ermittlungen nach dem Zugunglück von Bad Aibling mit elf Toten. »Wir geben keinerlei Auskünfte, weder allgemein noch zu Detailfragen«, sagte Oberstaatsanwalt Volker Ziegler am Mittwoch. »Die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen, sie dauern noch länger an«, ergänzte er. Ziegler wollte sich auch nicht dazu äußern, wann sie voraussichtlich abgeschlossen werden.


Bei dem Zusammenstoß zweier Meridian-Züge auf der Strecke von Holzkirchen nach Rosenheim waren am 9. Februar elf Männer ums Leben gekommen und 85 Insassen teils lebensgefährlich verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Fahrdienstleiter.

Der Chef der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) forderte indes in einem Interview mit dem »Münchner Merkur« mehr zweigleisige Strecken. Die Eisenbahn habe im vergangenen Jahrzehnt einen Boom erlebt. »Es ist an der Zeit, dass man da auch bei der Infrastruktur nachlegt«, so Bernd Rosenbusch. So müssten im Streckennetz »dringend mehr Begegnungsmöglichkeiten« gebaut werden. Dazu soll in Kürze eine Studie mit Überholstellen erstellt werden. - dpa

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