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»Zuerst die Gebiete machen, die ganz schlecht dran sind«

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So solle es in Zukunft nicht mehr aussehen auf dem Wanderweg am Pirklweiher. Der Stadtrat beschloss, den Weg herrichten zu lassen.

Traunstein – Die Breitbandversorgung in den Außenbereichen der Stadt Traunstein soll mit staatlichen Fördermitteln verbessert werden. »Wir wollen zuerst die Gebiete machen, die ganz schlecht dran sind«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel im Stadtrat. Außerdem werden zwei beliebte Wanderwege hergerichtet: Der von Empfing zum Klobenstein und der von der Panzerstraße zum Kalten Bründl.


Förderfähig im Rahmen des Breitbandausbaus sind solche Gebiete, in denen zur Zeit Übertragungsgeschwindigkeiten von unter 30 Mbit/s vorhanden sind. Das schnelle Internet bekommen sollen das Erschließungsgebiet Süd (Hochberg und Seiboldsdorf), das Erschließungsgebiet Nord (Außenbereich von Kammer) und das Erschließungsgebiet Höpperding. Dabei werden folgende sogenannte Lose gebildet: »Hochberg«, »Mayerhofen«, »Abstreit«, »Seiboldsdorf«, »Höpperding«, »Siegelberg«, »Kaltenbach, Neuhausen, Reichsberg«, »Leiderting« und »Alterfing«.

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Förderhöchstbetrag in Höhe von 760 000 Euro

Der Stadt steht insgesamt ein Förderhöchstbetrag aus der Breitbandrichtlinie des Freistaats Bayern in Höhe von 760 000 Euro zur Verfügung. Bislang wurden für die Ausbaugebiete »Traunstein Gewerbegebiete« Fördermittel in Höhe von 190 218 Euro und für das Ausbaugebiet »Kammer-Südost« Fördermittel in Höhe von 83 259 Euro bewilligt, insgesamt also 273 747 Euro. Der Stadt stehen somit noch restliche Fördermittel in Höhe von 486 253 Euro zur Verfügung, im Falle interkommunaler Zusammenarbeit 536 253 Euro.

Somit könnten unter Einsatz des städtischen Eigenanteils von 30 Prozent der Wirtschaftlichkeitslücke Ausbaumaßnahmen in Höhe von 694 647 Euro beziehungsweise bei interkommunaler Zusammenarbeit in Höhe von 766 670 Euro mit den restlichen Fördermitteln finanziert werden. Nach Grobkostenschätzung der Stadt, basierend auf Erfahrungswerten, würden für eine Kompletterschließung aller Bereiche aber Investitionskosten von rund 1,2 Millionen Euro anfallen. Der Stadtrat entschied deshalb, bei einer Überschreitung der Wirtschaftlichkeitslücke folgende Bereiche absteigend nicht mit dem schnellen Internet zu versorgen: »Siegelberg«, »Kaltenbach, Neuhausen, Reichsberg«, »Alterfing«, »Mayerhofen«, »Leiderting« und »Abstreit«. Die Kosten für die Hausanschlüsse werden von der Stadt nicht übernommen, diese müssen die Hauseigentümer selbst tragen.

Bei einem Mehrfamilienhaus an der Reiffenstuelstraße im Besitz der Stadt werden die Fenster und Türen ausgetauscht und die Fassade saniert. Die Kostenschätzung der Stadt für die Sanierung beläuft sich auf 277 091 Euro bei Fenstern ohne Wärmedämmung und auf 477 384 Euro bei Fenstern mit Wärmedämmung. Der Stadtrat entschloss sich einhellig für die kostengünstigere Variante.

Wanderweg oft schlammig

Das Gremium hatte vor gut zwei Jahren die Neuauflage der Traunsteiner Wanderkarte beschlossen. Dabei wurde festgelegt, welche Wegeverbindungen beibehalten werden sollen, welche Wege nicht mehr beschildert werden und welche Wege ergänzt, beziehungsweise miteinander verknüpft werden sollen. In der jüngsten Sitzung ging es um die Wanderwege von Empfing zum Klobenstein und von der Panzerstraße zum Kalten Bründl.

Die erste Tour führt von der Zufahrt zum Klärwerk links am Klärwerk vorbei zum Klobenstein. Der Wanderweg verläuft parallel zu einem Altwasserarm der Traun (Pirklweiher) und liegt sehr schön, ist allerdings oft schlammig und nach Regen oder höheren Wasserständen nur schlecht begehbar. Nun beschloss der Stadtrat, den Weg im Bereich des landschaftlich reizvollen Feuchtbiotops so zu sanieren, dass eine dauerhafte Begehbarkeit gewährleistet ist. Hierzu werden Mittel in Höhe von 23 000 Euro im Nachtragshaushalt bereitgestellt.

Und auch der derzeit gesperrte Wegabschnitt von der Panzerstraße zum Kalten Bründl soll saniert und gesichert werden. Die Kosten hierfür wurden auch rund 39 000 Euro geschätzt. Mit einer Förderung durch das Leader-Programm in Höhe von 50 Prozent kann gerechnet werden, hieß es von Seiten der Stadt. KR

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