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»Zuckerfest« zum Ende der Mühen des Fastens

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Beim Zuckerfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan tanzten die Besucher auf der Wiese vor dem Heimathaus. (Foto: Mix)

Traunreut – Das Ende des Ramadan, der 30-tägigen Fastenzeit der Muslime, feierten Asylbewerber und ehrenamtliche Helfer gemeinsam mit dem Zuckerfest am Heimathaus. Mit ihm danken Muslime Allah dafür, dass sie das Fasten und alle damit verbundenen Aufgaben und Anstrengungen überstanden haben. Außerdem bitten sie, ihre Gebete und ihre Mühe im Ramadan anzunehmen und ihre Fehler zu verzeihen.


Auf dem Rasen vor dem Heimathaus wurde ausgelassen gefeiert, getanzt, gesungen und miteinander gegessen. Gäste kamen auch aus Altenmarkt und Trostberg. Nicht nur muslimische Asylbewerber nahmen teil, auch christliche Flüchtlinge schlossen sich dem fröhlichen Fest an.

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Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts essen

Im Fastenmonat Ramadan dürfen gläubige Moslems zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts essen und trinken. Sie bekommen für diesen einen Monat einen genauen Plan, wann sie an jedem Tag etwas zu sich nehmen dürfen. Je nach Sonnenstand war das heuer in etwa zwischen kurz nach 21 Uhr abends und vier Uhr morgens. Bei der herrschenden Hitze der vergangenen Woche war das Fasten besonders anstrengend, und aus gesundheitlichen Gründen musste der eine oder andere das strenge Fasten unterbrechen.

Miragha Gholami, der eine Ausbildung im AWO-Seniorenzentrum absolviert, hielt sich an die Fastenzeiten, obwohl er arbeiten und in die Berufsschule gehen musste. »In der Arbeit hatte ich keine Probleme. Aber besonders schwer war es in der Schule, wenn alle anderen um mich herum gegessen haben«, erzählte der junge Afghane.

Der Helferkreis wollte das Zuckerfest eigentlich im Hof der Unterkunft an der Tachinger Straße abhalten, da dort die meisten Asylbewerber der Stadt untergebracht sind.

Geeigneter Ort musste gefunden werden

Bereits im Mai stellte Sozialreferentin Helga Zembsch dafür einen Antrag bei der Regierung von Oberbayern. Anfang letzter Woche sah sie sich dann aber gezwungen, einen neuen Ort zu suchen, da sie bis dahin keine Antwort erhalten hatte.

Zunächst bekam sie die Auskunft, das Heimathaus sei am Sonntagabend belegt. Der Siebenbürger Chor verlegte seine Probe aber an einen anderen Ort, sodass das Fest doch dort stattfinden konnte.

Die Organisatoren waren sehr erfreut, dass so viele Gäste kamen. »Es wäre aber schön, wenn noch mehr Traunreuter Bürger hier wären und mitfeierten«, bedauerte Helga Zembsch.

Neben den Asylbewerbern waren eigentlich nur die im Helferkreis tätigen Ehrenamtlichen vertreten. Musikalisch umrahmt wurde das Zuckerfest von einer Gruppe Einheimischer mit Jazzklängen. Ihre eigene Musik hatte eine Gruppe afghanischer Männer dabei und tanzte dazu gemeinsam mit Einheimischen fröhlich auf der Wiese. mix

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