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Zuchtviehpreise reagieren auf Misere am Milchmarkt

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Jeder Züchter ist stolz auf einen verkauften Zuchtstier, der in Besamungseinsatz geht. Unser Bild zeigt Züchter Lorenz Obermayer aus Aspertsham mit seinen Kindern Lorenz und Maria. Den Stier führt Aufzüchter Josef Deutinger aus Ferteln.

Traunstein – Die Preise für Jungkühe gingen beim Großviehmarkt des Rinderzuchtverbandes Traunstein im Vergleich zum Monat April um rund 100 Euro zurück. Von 48 angebotenen Jungkühen wurden 44 für einen durchschnittlichen Versteigerungspreis von 1359 Euro verkauft. Die sechs Kühe wechselten für durchschnittlich 1333 Euro den Besitzer. Elf von 13 aufgetriebenen Zuchtstieren fanden einen Käufer, wobei zwei in der künstlichen Besamung zum Einsatz kommen.


Den Spitzenpreis des Maimarktes erzielte ein Helderberg-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Lorenz Obermayer aus Trostberg-Aspertsham. Er wechselte für 7100 Euro an die Besamungsstation Bayern Genetik. Eine gute Kuhlinie und überdurchschnittliche Zuchtwerte des Stieres rechtfertigen diesen Preis. Aufzüchter des Stieres was Josef Deutinger aus Ferteln, Landkreis Erding.

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Preisspanne bei Zuchtstieren zwischen 1600 und 2200 Euro

Genauso verhielt es sich bei einem Walch-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Rausch aus Palling, den die Besamungsstation Höchstädt per Kaufauftrag vom Aufzüchter Johann Ertl aus Genetsham erwarb. Von den Natursprungstieren sind vier für Milchviehbetriebe in Niederbayern bestimmt und zwei Stiere kommen in Norddeutschland zum Einsatz. Zwei Zuchtstiere bleiben im eigenen Zuchtgebiet. Die Spanne der Versteigerungspreise von Zuchtstieren lag zwischen 1600 und 2200 Euro.

Nur eine Jungkuh wurde in die Wertklasse 1 eingereiht. Diese Jungkuh aus dem Zuchtbetrieb Emil Erl aus Fellern, Gemeinde Tacherting, erhielt bei 1800 Euro den Zuschlag, was gleichzeitig bei den Jungkühen der Spitzenpreis des Maimarktes war. Mit fast 750 Kilo Körpergewicht und einer Milchleistung von 33 Kilo Milch bei guter Melkbarkeit ersteigerte sie ein Viehhändler für den Südtiroler Markt. Für weitere elf Jungkühe erfolgte der Zuschlag noch über 1500 Euro. Der Steigerungspreis lag aber bei sechs Jungkühen unter 1100 Euro. Die Besitzer von 14 weiteren Jungkühen mussten sich mit Versteigerungspreisen zwischen 1100 und 1300 Euro abfinden. Nur elf Jungkühe bleiben im eigenen Gebiet. Alle sechs Kühe und 22 Jungkühe gehen an bayerische Züchter. Elf Jungkühe wurden nach Südtirol verkauft.

Der nächste Kälbermarkt findet am 25. Mai statt, die nächste Großviehversteigerung ist am 16. Juni. fb

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