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Zu viele Briefwähler

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Ruhpolding. Ungewöhnlich lange mussten am Sonntag Politiker und Journalisten auf das vorläufige Endergebnis im Stimmkreis Traunstein warten – der Grund: Ruhpolding meldete als letzte Gemeinde erst gegen 22.38 Uhr das Ergebnis. Kurz zuvor meldeten auch Seeon-Seebruck und Siegsdorf als Nachzügler ihre Zahlen.


»Wir hatten keine Probleme«, sagte Ruhpoldings Geschäftsleiter Norbert Wagner auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. Allerdings, so gibt er zu, habe man den Ansturm bei den Briefwählern unterschätzt. 40 bis 45 Prozent der Wahlberechtigten nutzten nach seinen Aussagen in Ruhpolding diese Möglichkeit. In zwei Briefwahllokalen in der Volksschule Ruhpolding wurden diese ausgezählt. »Wir haben zwar personell noch aufgestockt«, sagt Wagner, dennoch dauerte das Auszählen ewig. Das Verfahren sei wesentlich aufwändiger als in einem normalen Wahllokal, betonte er. Zunächst müsse geprüft werden, ob der Wahlschein richtig ausgefüllt ist, erklärte er. Dann müsse geschaut werden, ob die Kuverts – diesmal waren es drei Stück – im Umschlag seien. Die Kuverts seien dann in eigene Urnen gekommen und erst um 18 Uhr geöffnet worden. »Das Verfahren dauert einfach doppelt so lange wie in einem Wahllokal.«

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Künftig werde man sich darauf aber besser einstellen, versprach er. »Wir werden die Wahllokale verdoppeln.« Ob dies schon bei der Bundestagswahl möglich ist, wird gerade geklärt. Zumindest ein Wahllokal mehr hätte Wagner gerne. »Damit unser Ergebnis dann auch um 20 Uhr da ist.« SB