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»Zu dritt verboten« und andere Geschichten aus Seeon

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Helmut Mair, Hans Huber und Martin Bartlweber begeisterten beim Seeoner Starkbierfest als »Da Maia, da Huba und da Andere«. (Foto: Stifter)

Seeon-Seebruck. »Zu dritt verboten – Geschichten aus Seeon, die das Leben so schreibt«. Das waren »Der Maia, der Huba und da Andere« alias Helmut Mair, Hans Huber und Martin Bartlweber. Dazu packe man die Akteure der Heimatbühne, mittlerweile schon fester Bestandteil der bayerischen Dableckerei – fertig war die Neuauflage des Seeoner Starkbierfestes.


Einmal im Jahr sollen auf humorvolle Weise die kleinen und großen Missgeschicke der Bürger auf die Schippe genommen werden dürfen. Untermalt wurde das Ganze mit flotter Blasmusik der Jugendblaskapelle. Fürs leibliche Wohl gab's den Chorherrenbock der Baumburger Brauerei und deftige bayerische Schmankerln vom Alten Wirt. Den ersten Schlag aufs Bierfass ließen sich die Herren von der Brauerei Baumburg nicht nehmen, allen voran Geschäftsführer Dominik Tapper und Braumeister Andreas Goblirsch.

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Nur alle zwei Jahre ein Starkbierfest, da waren schnell zwei Veranstaltungen ausverkauft. Die Damen der Heimatbühne mit Regina Weistenfeld, Edith Urbauer und Christa Stifter starteten als Bierflaschen, die dem Starkbierfest entgegen darbten. Nicht witzig fanden die Bierflaschen dagegen die kleine »Camba-Flasche« die Asyl in Seeon suchte – doch bis jetzt sei noch nicht klar, ob sie nun im Biertragerl drin bleibt oder raus soll. Die Predigt gestaltete sich auf nicht ganz klösterliche Art. Ganz weltlich saßen die drei in »Traudis Dorfladen« und wetzten sich ihre Schnäbel an den Verfehlungen der Dorfbewohner. Dass hier schon mal das eine oder andere derbe Wort fiel, war bestimmt nicht in der Absicht der drei Herren. Ihr musikalisches Talent kam zusammen mit Fritz Linner zur Geltung: »Es muss ein Sonntag gewesen sein, ein Tag voll hellem Sonnenschein, es war ein Sonntag ganz gewiss, als unser schöne Gmoa entstanden ist«.

In sieben Tagen kamen die Herren auf ganz pikante Weise dem Dorfleben näher. Wer schön sein will muss leiden. Und so ging es für die drei Herren erstmal in den Friseursalon zur Pediküre und Dauerwelle. Mit trockenem Humor und hintergründig saßen die drei Herren sozusagen unter der Haube und beleuchteten die Ereignisse.

Zu guter Letzt kam von den Sängern der Heimatbühne mit Martin Huber, Hermann Oberloher, Fritz Linner, Christa Stifter, Regina Weistenfeld und Konrad Daxenberger eine Ballade von Freud und später dann auch Leid des armen Prometheus am Kreisverkehr. Rundum war das Programm eine gelungene Mischung, die keine Längen aufkommen ließ. Ob die »Stoffsammlung« gleich an Ort und Stelle weiterging, wer weiß – das nächste Starkbierfest wird es zeigen. cst