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Zöllner entdeckten 60 000 Flaschen Parfum

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Piding – Ein ganzer Laster voll mit Parfums und T-Shirts einer namhaften Marke – das entdeckten Zöllner bei einer Kontrolle auf dem Autobahnparkplatz Piding-Nord. Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung wurde gegen den türkischen Fahrer ein Strafverfahren eingeleitet. Die gesamte Ladung wurde beschlagnahmt.


Laut den Frachtpapieren hatte der Sattelzug mit Schweizer Kennzeichen Aluprofile geladen, die von der Türkei in die Schweiz transportiert werden sollten. Um den Zöllnern den Zugang zur Ladung zu ermöglichen, entfernte der Fahrer die angelegte Zollplombe. Einer der Kontrolleure beobachtete dabei, dass der Mann die Plombe unter vorgetäuschtem Kraftaufwand abzog, ohne dabei das Seil des Verschlusses zu beschädigen. Schnell war klar, dass an der türkischen Zollplombe manipuliert worden war. Um die Ladung genauer unter die Lupe nehmen zu können, brachten die Zöllner den Laster zurück zur Überholungshalle beim Zollamt Bad Reichenhall-Autobahn.

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Wie auf den Begleitdokumenten vermerkt, kamen dann auch mehrere Holzkisten zum Vorschein, die mit Aluprofilen befüllt zu sein schienen. Beim Öffnen der ersten Kiste stellten die Beamten allerdings fest, dass es sich bei den sichtbaren Aluprofilen lediglich um eine fingierte Außenwand aus Aluminium handelte. Tatsächlich waren sämtliche Kisten mit Parfum und T-Shirts gefüllt. Insgesamt stellten die Zöllner 590 Kartons mit fast 60 000 Flaschen Parfum verschiedener Marken und 1400 Stück T-Shirts eines namhaften Herstellers sicher.

Die Beamten fanden zudem heraus, dass die Transportfirma vor fast zwei Jahren von Amts wegen gelöscht wurde, also nicht mehr existent war. Auch den Empfänger der Ware gab es nicht. Hier handelte es sich lediglich um eine Scheinfirma.

Wegen Verdachts der Steuerhinterziehung wurde gegen den türkischen Fahrer ein Strafverfahren eingeleitet. Da der Einkaufspreis pro Fläschchen Parfum in der Türkei mindestens 2,50 Euro beträgt, liegt der hinterzogene Abgabenwert bei mehr als 28 000 Euro. fb

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