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Zirkuskinder begeisterten in Schützing

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Die Akteure des Kinderzirkus »Kulturello« lösten wahre Begeisterungsstürme aus. (Foto: Müller)

Chieming. Eine umjubelte Abschlussgala hat der Kinderzirkus »Kulturello« am Jugendzeltplatz in Schützing im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage gefeiert. »Schee war´s, alle sans begeistert«, bedankte sich ein Vater nach der beeindruckenden Vorstellung beim Zirkus-Team um Anna Genghammer, Roland Meier, Heimo Thiel und Alexander Reinmiedl, während nebenan bei den Kindern sogar Tränen flossen, denn zwischen ihnen hatten sich in den drei Tagen Zirkuskinderfreizeit so enge Freundschaften gebildet, dass es ungemein schwerfiel, wieder auseinanderzugehen.


Als Zirkusdirektorin beeindruckte ein Mädchen, das ihre verantwortungsvolle Aufgabe erstaunlich selbstbewusst bewältigte. Den Auftakt machten die Clowns, die ihr humoristisches Können gleich mehrmals unter Beweis stellten. Jongleure, Zauberer, Einradfahrer, Tänzerinnen, Murphs und Schlangenbeschwörer gaben sich quasi die Klinke in die Hand und reihten einen Höhepunkt an den anderen. Für große Augen sorgten der Verschwinde- und der Zersägezauberer sowie der singende Clown Caruso, dem bei seinem Auftritt immer längere Arme wuchsen.

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Besonders beeindruckend waren auch die Vorstellungen der Akrobaten und Fakire, die wagemutig auf einem Nagelbrett und auf Glasscherben wandelten. Ihre Begeisterung brachten die Besucher mit La-Ola-Wellen, Applaus und lauten Bravo-Rufen zum Ausdruck. Bei der abschließenden Polonaise durchs Publikum ging es noch einmal richtig rund. Bis zum nächsten Kinderzirkus »Kulturello« in Schützing müssen sich die Kinder nun bis September gedulden.

»Kinder lernen nur durch Ausprobieren«, meinte Alexander Reinmiedl vom Zirkus-Team nach der grandiosen Vorstellung. Bei den verschiedenen Gruppen habe man darum immer nur Hilfestellungen und Tipps gegeben, den Rest hätte sich der Nachwuchs selbst erarbeiten müssen. Jeder habe schnell seine optimale Aufgabe gefunden und sei darin aufgegangen. Nur wenn man die Kinder auch »an die Grenzen rangehen lässt, werden sie selbstständig«, so Reinmiedl.

Die Zirkusarbeit, die man betreibe, beinhalte alle möglichen Facetten, darunter Sportpädagogik, Motopädagogik, Erlebnispädagogik und auch Sozialpädagogik, sprich Interaktion, Kommunikation und Teamwork, wie Kulturpädagoge Heimo Thiel erklärte. Die Hauptsache sei aber, dass es den Kindern Spaß mache. Und den hätten sie an den drei Tagen sogar beim Tischdecken, Putzen und Saubermachen gehabt, hieß es. Unter den 66 Kindern, die am dreitägigen Zirkusprogramm teilnahmen, waren besonders viele Schüler der Volksschule Otting-Wonneberg. mmü