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Zeitsprünge: Traunsteins Vergangenheit und Gegenwart

Die Ausstellung »Zeitsprünge« im Stadt- und Spielzeugmuseum Traunstein zeigt bis zum 14. Oktober anhand von alten und neuen Aufnahmen die Veränderungen der Traunsteiner Stadtentwicklung.
Die Autoren Werner Hellmuth (links) und Helmut Kölbl übergaben Oberbürgermeister Manfred Kösterke bei der Ausstellungseröffnung ein Exemplar ihre Buches. (Fotos: Buthke)

Mit der Herausgabe des Buchs werde Traunstein ein Mosaikstein zur Stadtge-schichte geschenkt, erklärte Oberbürgermeister Manfred Kösterke bei der Ausstellungseröffnung. Den Autoren bescheinigte er eine akribische, aber auch spaßvolle Arbeit. Die Ausstellung sei ein Glanzstück im Ausstellungskalender des Stadt- und Spielzeugmuseums. Zu sehen sei nur ein Ausschnitt von dem, was in den Archiven der beiden Autoren schlummere. »Nach der Ausstellung über die Bergsteigerstadt Traunstein ist die Ausstellung ein weite-res Muss für alle, die sich für die Geschichte Traunsteins interessieren«, so das Stadtoberhaupt.


Vieles sieht heute völlig anders aus

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Als Beispiel aus dem Buch nannte Kösterke das älteste Bild von 1883 von der Gasstraße mit dem Stadtpanorama im Hintergrund, auf dem der Jacklturm fehlt. Aber auch die Stadtpfarrkirche St. Oswald schaut darauf völlig anders aus als heute, weil sie nach dem Stadtbrand von 1851 noch ein Notdach hat. »Das sind die Mosaiksteine, die man auch in der Ausstellung betrachten kann«, sagte Kösterke. Bei der Anzahl von 65 Straßen in dem Bildband müsse man meinen, die Arbeit von Kölbl und Hellmuth sei nun getan. »Aber es ist nur ein Teilstück, denn es gibt noch weitere 217 Straßen in Traunstein, die noch nicht dokumentiert sind.«

Auch im 20. Jahrhundert sei viel geschehen, fuhr er fort. Hierfür hatte der Oberbürgermeister eine Aufnahme der Scheibenstraße im Winter 1942 von Heilig Geist aus gesehen als Beispiel parat, auf der zwei Skifahrer unterwegs sind. »Solche Details machen den Charme der Ausstellung und des Buchs aus, das eigentlich in die Bibliothek eines jeden Traunsteiners gehört«, stellte der Oberbürgermeister fest.

Autoren sichteten für ihr Projekt 16 000 Fotos

Die Stadt bleibe, aber die Zeit verändere sich«, betonte der Vorsitzende des Historischen Vereins, Hans Helmberger. So sei beispielsweise der Maxplatz der gleiche geblieben, aber sein Aussehen habe sich verändert. Zeitsprünge seien kein Zeitraffer, weil sie Zeiträume über-springen würden. Das Buch sei wie ein Spiegel, der alte und neue Bilder aus Traunstein berücksichtige. »Zeitsprünge« sei ein einzigartiges Projekt und eine Dokumentation von 65   Traunsteiner Straßen. Die Autoren hätten dafür rund 16 000 Fotos gesichtet. Sein Dank galt Kölbl und Hellmuth, aber auch Stadtarchivar Franz Haselbeck »für ihre Arbeit im Dienste der Traunsteiner Heimatgeschichte«. »Solche Leute brauchen wir im Historischen Verein und in der Stiftung Heimathaus«, so Helmberger.

Auf 96 Seiten wird durch die paarweise Gegenüberstellung von alten und neuen Bildern die städtebaulichen Veränderungen in Traunstein seit dem 19. Jahrhundert aufgezeigt. Die Ausstellung im Stadt- und Spielzeugmuseum findet noch bis zum 14. Oktober statt. Sie ist montags bis samstags von 10 bis 15 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Bjr