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Zeitplan und Kostenrahmen eingehalten

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Beim Richtfest des Neubau des Dr.-Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut verschafften sich Bürgermeister Klaus Ritter, Landrat Siegfried Walch, Schuldirektor Robert Anzeneder und Bauleiter Phillip von Funcke (von links) bei einem Rundgang einen Überblick von der Baustelle. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Rohbau des neuen Schulgebäudes des Dr.- Johannes-Heidenhain-Gymnasiums ist fertig und der Baukomplex vor Wind und Wetter geschützt. Die Bauarbeiten können jetzt im Trockenen weitergeführt werden. 2200 Kubikmeter Beton, 300 Tonnen Baustahl und 70 Kubikmeter Bauholz für den Dachstuhl wurden seit Juli letzten Jahres verbaut. Trotz eines vorübergehenden Baustopps, liegt die Baumaßnahme im Zeitplan. Nicht unerwähnt ließ Landrat Siegfried Walch beim Richtfest, dass auch der Kostenrahmen eingehalten werden konnte.


Der Baustopp wurde verhängt, weil die Angebotspreise der Baumeisterarbeiten wesentlich höher waren, als die Kostenberechnung. Der Kreistag genehmigte die Mehrkosten von 200 000 Euro, die laut Walch aber bei der Vergabe der weiteren Gewerke wieder eingespart werden können. Begünstigt durch die Witterung, konnte der zweimonatige Baustopp wieder aufgeholt werden.

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»Wir liegen im Budget und voll im Zeitplan«, bestätigte auch Bauleiter Phillip von Funcke vom Architekturbüro Köhler in Gauting. Funcke geht davon aus, dass die Schüler Ende des Jahres in das neue Schulgebäude einziehen können. Das wünscht sich auch die Schulleitung. »Wir hoffen, dass unser Weihnachtskonzert in der neuen Aula stattfinden kann«, sagte Schulleiter Robert Anzeneder dem Traunsteiner Tagblatt. Es sei alles wahnsinnig schnell gegangen, und soweit ihm bekannt sei, habe es auch keine Beschwerden wegen Lärmbelästigungen gegeben. Für die Stadt und die Region sei das Projekt wieder ein Meilenstein, der allen Anforderungen aus baulicher und pädagogischer Sicht gerecht werde, sagte Bürgermeister Klaus Ritter. Der Neubau bringe nicht nur eine städtebauliche Veränderung mit sich, sondern komme vor allem den 545 Schülern des Gymnasiums zu Gute. Lobend erwähnte er auch, dass sich die Schüler mit eingebracht haben.

Von der Videogruppe des Gymnasiums wurden die Bauabschnitte dokumentiert. So konnten die zum Richtfest geladenen Gäste und Handwerker den Bauverlauf auf einer Leinwand ganz genau verfolgen und die Redner sich auf wenige Worte und einem allgemeinen Dank beschränken. Dieser gebührte in erster Linie den Handwerkern, aber auch den Nachbarn und der Schule für das Verständnis. Das Richtfest sei das Fest für die Handwerker, aber auch ein wichtiger Etappensieg für den Bauherrn, den es gebührend zu feiern gelte, so Walch. Er stellte aber auch heraus, dass mit dem Gesamtprojekt für den Bauherrn auch eine gewisse Anstrengung verbunden sei, zumal es sich nicht um die einzige laufende Landkreis-Maßnahme handle. Die Gesamtkosten des Neubaus und der Generalsanierung werden sich bei 17,5 Millionen Euro bewegen. Sofern es mit dem Einzug in das neue Schulgebäude Ende dieses Jahres klappt, wird das jetzige, sogenannte Bestandsgebäude West saniert. Im weiteren Verlauf sollen in der vierten Bauphase der südliche Trakt abgebrochen und das Ersatzgebäude (Container-Klassenzimmer) zurückgebaut werden. Spätestens im September 2017 ist der Umzug in die neue Mittagsbetreuung vorgesehen; gleichzeitig werden auch die restlichen Außenanlagen fertiggestellt.

Bevor nach einem Rundgang der erste Etappensieg gefeiert wurde, hielt Diplom Ingenieur Thomas Mittermeier von der Zimmerei Mussner in Tacherting auf der Empore den Richtspruch, der nach guter alter Tradition bei einer Hebefeier nicht fehlen darf. ga