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Zauneidechse sorgt für Kopfzerbrechen

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Das Gewerbegebiet »Sulzbacher Feld« in Inzell muss unter Umständen verkleinert werden, denn laut Bund Naturschutz hat sich bei Untersuchungen herausgestellt, dass die Zauneidechse in einem Teil des geplanten Gewerbegebietes häufig vorkommt. Eine Umsiedelung würde die Baumaßnahmen lange hinauszögern, hieß es im Gemeinderat. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Die geplante Größe des Gewerbegebiets »Sulzbacher Feld« in Inzell kann vielleicht nicht wie vorgesehen verwirklicht werden. Grund ist die Zauneidechse, die in einem Teil des geplanten Gebietes vorkommt. Deshalb steht nun im Raum, die Fläche zu reduzieren und somit einen unnötig hohen Zeitverlust zu verhindern. Darüber wurde der Gemeinderat informiert.


Pläne werden derzeit überarbeitet

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Um diese Flächen zu bearbeiten und bebauen zu können, müssten jahrelange Umsiedelungsmaßnahmen dieser Tiere durchgeführt werden. Ob diese dann auch erfolgreich verlaufen, kann im Voraus nicht vorhergesagt werden. Man habe sich deshalb mit der Unteren Naturschutzbehörde darauf geeinigt, einen Teil der geplanten Gewerbeflächen aus dem Gesamtplan herauszunehmen, sodass die naturschutzfachlichen Vorgaben erfüllt werden können. Ein Vorteil dieser Maßnahme wäre, dass diese Flächen dann für den erforderlichen Ausgleich verwendet werden könnten. Die Pläne werden derzeit überarbeitet und sollen im Oktober vorgestellt werden. Dabei wird auch eine Abwägung erfolgen, wie dann das weitere Vorgehen ist.

Bürgermeister Hans Egger favorisiert diese Lösung der Verkleinerung, denn es wäre ein vorbildlicher Weg, mit dem Naturschutz zusammenzuarbeiten. Zudem könne eine zeitliche Verzögerung minimiert werden und auch die Ausgleichsflächen seien nicht in diesem Ausmaß notwendig.

Ein weiterer Punkt der Gemeinderatssitzung war der Bauantrag eines Antragstellers zum Anbau eines Einfamilienhauses mit Aufstockung der bestehenden Lagerhalle und Umbau des bestehenden Carports und der bestehenden Halle im Erdgeschoß im Ortsteil Boden. Aus planungsrechtlicher Situation liegt das beantragte Vorhaben im Bereich der Außenbereichsatzung Boden und hält die Festsetzungen ein. Das Vorhaben ist deshalb auch bauplanungsrechtlich zulässig. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Antrag.

Zum Abschluss informierte Bürgermeister Egger das Gremium, dass bezüglich des Breitbandausbaus die erste Ausschreibung aufgehoben wurde, weil keine 100 Megabite erreicht wurden.

Auf Anfrage berichtete das Gemeindeoberhaupt, dass die Straßen und Gehwege, die durch die Verlegung der Gasleitung aufgerissen werden mussten, wieder neu geteert werden. Diese Kosten trage die Baufirma. Peter Holzner (Bürger für Inzell) monierte, dass das Verhalten des Gästekontrolleurs so nicht tragbar sei. Es würden an die entsprechenden Autos nur weiße Zettel geklemmt, ohne mit den jeweiligen Vermietern zu sprechen. Das sollte sich in Zukunft ändern, denn dieses Vorgehen sei nicht zielführend und vergraule die Gäste. hw