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Waldweihnacht auf dem Mühlberg in schöner Atmosphäre mit Musik und Kindertheater

Zauberhafte Aufführungen und buntes Angebot

Waging am See – Das idyllische Fleckchen Natur am Mühlberg einschließlich des Wallfahrtskirchleins war Schauplatz der Waldweihnacht. Hunderte von Menschen kamen, um die Kripperl in der Kirche zu bewundern und sich von der adventlich-musikalischen Stimmung auf der Waldbühne etwas weiter unten verzaubern zu lassen. Die Mühlberger sorgten mit der Skiabteilung des TSV Waging dafür, dass die Infrastruktur stimmte – was in dem abschüssigen Waldstück und bei der etwas feuchten Witterung nicht ganz einfach war.

Das lebhafte Spiel der jungen Waginger Trachtler kam bei den Besuchern bestens an. (Foto: H. Eder)

Den Auftakt machte die Jugendblaskapelle unter Leitung von Sandrina Dengl. Damit sind die jungen Bläser seit Beginn der Waldweihnacht dabei mit ihren weihnachtlichen Melodien. Im Gegensatz dazu waren das Duo Schorsch Gruber an der Ziach und Evi Wimschmid an der Gitarre heuer ebenso das erste Mal auf der Mühlberger Waldbühne dabei wie der Familiengesang Hofmann und der Kirchsteiner Kirchenchor. Diese Sänger beschlossen das rund sechsstündige Programm, das sich von Anfang bis Ende guten Besuchs erfreute. Die Lieder des vierstimmigen Familiengesangs und des Chors bildeten eine stimmige Abrundung des Tages. Die Kinder aus St. Leonhard hatten unter Anleitung von Dani Kriegenhofer und Elisabeth Schachner ein kleines Theaterstück eingeübt, das die Bekehrung eines Taschendieb-Duos schilderte. Denn die zwei Ganoven wurden von ihren Schutzengeln so lange gepiesackt und erschreckt, bis sie keine Lust mehr auf ihren Job als Taschentrick-Künstler hatten und lieber in bescheidener Form Advent feierten. Moderator Helmut Bauer meinte dazu, das Spiel sei wie aus dem richtigen Leben gegriffen. Beim Spiel der Waginger Trachtler ging es um die Hirtengeschichte mit der Verkündigung der Geburt Jesu. Neben den von den Kindern ausgesprochen lebendig gespielten Rollen sorgten vor allem die lokalen Bezüge für gute Unterhaltung. Denn das weihnachtliche Geschehen war in den Rupertiwinkel verlegt worden. Alois Babinger, der das Stück mit Elisabeth Wildenhof und den Kindern einstudiert hatte, begleitete es mit der Ziach, und auch die Kinder sangen dem Christkind ein Lied vor – sich selbst an der Ziach und mit Löffelschlagen begleitend.

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Natürlich kam auch der Nikolaus, zudem nahmen zwei Engerl die Wunschzettel von Kindern entgegen. Und oben an der Kirche durften die Kinder auf Ponys reiten. Auch die Lesung von Helmut Loipfinger gehört zum ständigen Programmpunkt der Waldweihnacht. Er machte sich auch diesmal wieder so seine Gedanken um Aktuelles auf dieser Welt und gab den Besuchern den guten Rat mit auf den Weg, nicht einfach immer alles runterzuschlucken, sondern »über alles zu reden und seine Sorgen los zu werden« Dabei solle man keine Angst davor haben, »Schmarrn zu reden« – denn das sei immer noch besser »als gar nichts zum Gemeinwohl beizutragen«. Außerdem sollten sich die Menschen nicht zu viele Gedanken über andere machen, schließlich habe man mit sich selbst eigentlich genug zu tun. he