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Zapfen-Zwerge und Staudämme in Bächen

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Der Hütte sieht man nicht mehr an, dass sie aus zwei Containern entstanden ist. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Stolz zeigen die sieben ersten Waldkindergarten-Kinder ihre aus Filzwolle und Fichtenzapfen selbst gebastelten Zwerge. Langweilig wird es den Kleinen im Waldkindergarten der Gemeinde Teisendorf nicht. Die Einrichtung bei Thumberg hat vor gut einer Woche eröffnet. In der zweiten Septemberwoche kommen dann weitere neun Kinder dazu.


Betreut werden die sieben Kinder von Erzieherin Johanna Samm aus Waging, selbst Mutter von drei Kindern im Alter von drei, fünf und acht Jahren. Die zweite Erzieherinnen-Stelle teilen sich die Initiatorinnen des Waldkindergartens, Susanne Rogl und Barbara Hartel. Im September erhält das Team, das spezielle waldpädagogische Ausbildungen absolviert hat, noch Verstärkung von Praktikantin Julia Lukasik.

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Nach einer Eingewöhnungsphase wurde die Kindergartenzeit in der zweiten Woche bis elf Uhr vormittags verlängert. Von Anfang an begannen die Kinder mit den Erzieherinnen jeden Tag mit einem »Morgenkreis« zur Einstimmung. In der ersten Woche erlebten die von »ihrem« Wald begeisterten Kinder schon eine ganze Menge in ihrem riesigen Frischluft-Spielplatz: Es wurde gesungen, Brücken und Staudämme entstanden in den Bächen, viele Frösche wurden gefangen – und natürlich wieder freigelassen, Häuser für die selbst gebastelten Zwergerl wurden gebaut und diverse schöne Plätze im Wald wurden erkundet.

Nach einem Start bei Sonnenschein gab es gleich etliche ziemlich verregnete Tage. »Den Kindern macht das nichts«, erklärte Johanna Samm. Sie fänden es sogar spannend, den Wald einmal bei schlechtem Wetter, wo man sonst nicht unterwegs sei, zu erleben. Gemeinsam lernte die Gruppe ein Regenlied und unternahm Regenspaziergänge. Besonders wichtig ist natürlich die Brotzeit, zu der man sich bei schönem Wetter im Wald und bei Regen oder zu großer Kälte am Tisch in der kleinen Hütte trifft. Der mit Holz verkleideten Hütte sieht man nicht mehr an, dass sie aus zwei Containern entstanden ist. Außen unter einem großen Vordach ist eine Art Windfang, entstanden, wo Haken für die Rucksäcke der Kinder angebracht wurden.

Innen ist im Eingangsbereich eine Garderobe, wo jedes Kind sein Fach für kleinere Gegenstände, seinen Haken und seine Kiste hat. Im Brotzeitraum soll für die kalte Jahreszeit auch noch eine Kuschelecke mit Spielzeug entstehen und Bastelmaterial bereit gehalten werden.

Die Kinder kommen fast alle aus Teisendorf. Im September kommen zwei Waginger Kinder dazu, die zwei Jüngsten von Johanna Samm, und ein Bub aus Anger. »Es ist super, dass wir mit einer kleinen Gruppe anfangen können«, findet Barbara Hartel. »Dann haben wir im September sieben Kinder, die sich ein bisserl auskennen.«

Insgesamt bietet der Waldkindergarten bis zu 20 Plätze, die jedoch erst nach und nach gefüllt werden sollen. Eventuell sollen im Frühjahr zu den 16 Kindern nochmal ein oder zwei weitere dazu genommen werden. Der Waldkindergarten hat nur in der letzten Augustwoche und der ersten Septemberwoche geschlossen. Danach geht im Wald der Familie Fritzenwenger das erste »richtige« Kindergartenjahr los. vm