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Zahlreiche Schmuckimitate aufgefunden

Bergen. Erstaunliches haben Schleierfahnder bei der Kontrolle eines rumänischen Autos am Dienstagnachmittag auf der A 8 bei Bergen ans Licht gebracht: In einem Hohlraum im Fahrzeughimmel fanden die Polizisten zahlreiche Schmuckstücke – verpackt in einen Socken sowie in Klebeband eingewickelt. 51 Ringe und 13 Halsketten kamen zum Vorschein – alles billige Imitate von bekannten Marken.


Die Beamten hatten den Wagen nicht ohne Grund genauer unter die Lupe genommen: das Auto war bereits in Verbindung mit Trickdiebstählen in Erscheinung getreten. Bei der Kontrolle saßen zwei Rumänen, Vater und Sohn, im Fahrzeug.

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Der Wagen diente wohl schon öfters zum Transport von Ladung, die unentdeckt bleiben sollten. Die Beamten fanden nämlich weitere Verstecke – jedoch ohne Inhalt.

Mit den Imitaten waren vermutlich diverse Betrügereien geplant. Fälle aus der Vergangenheit zeigen, dass Betrüger durch das Vortäuschen einer Notlage, zum Beispiel einer Autopanne Geld erbeten und dieses quasi durch den »Goldschmuck« auslösen. Zudem sind der Polizei zahlreiche Fälle des sogenannten Kettentricks bekannt. Hierbei erhält das Opfer aus »Dankbarkeit« – zum Beispiel, weil es einem den Weg erklärt hat – eine Kette oder einen Ring. Die Täter legen dem Opfer das billige Imitat auch an – und nutzen die Gelegenheit, dem Opfer den eigenen Schmuck abzunehmen beziehungsweise sonstige Taschendiebstähle zu begehen.

Die Polizei stellte die in dem rumänischen Wagen aufgefundenen Imitate sicher. Um die weitere Bearbeitung des Falls kümmert sich die Kriminalpolizei Traunstein.