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104 Kinder und Jugendliche landeten mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus – Aufklärungskampagne wird fortgesetzt

Zahl der jungen Komasäufer in der Region steigt

Trinken, bis der Arzt kommt: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt ein Problem. Im Landkreis Traunstein landeten im Jahr 2013 (die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt immer mit einjähriger Verzögerung) deutlich mehr jugendliche Komasäufer in einer Klinik als im Jahr zuvor.

104 Kinder und Jugendliche haben 2013 im Landkreis Traunstein und dem Berchtesgadener Land zu tief ins Glas geschaut. So tief, dass sie schließlich im Krankenhaus landeten.

Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit kamen 63 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Und auch im Nachbarlandkreis stieg die Zahl: Im Berchtesgadener Land mussten 39 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik eingeliefert werden – das ist eine Steigerung im Vergleich zu 2012 um 44,4 Prozent. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Betroffenen im Landkreis Traunstein im Vergleich zu 2012 um 37 Prozent.

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»Bundesweit zeichnet sich beim Rauschtrinken allerdings eine erste Trendwende ab. Ich hoffe, dass wir diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig erreichen«, sagt Michael Schneider von der DAK. Zur Unterstützung setze die Krankenkasse 2015 die erfolgreiche Aufklärungskampagne »bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen« in den beiden Landkreisen fort. Bei diesem bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln.

An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 62 000 junge Künstler teil. fb