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Wunsch nach Traunreuter »Geschichtshaus«

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Der Verein Heimathaus hat seinen Vorstand im Amt bestätigt. Unser Foto zeigt (von links): Konrad Reiter, Horst Klepke, Gerhard Wonner, Hanne Herold, Galina Kopp, Stephanie Steiner, Bürgermeister Klaus Ritter und Fritz Bantscheff. (Foto: Mix)

Traunreut. Der Verein Heimathaus hat bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung den kompletten Vorstand in den Ämtern bestätigt. Vorsitzender bleibt demnach Gerhard Wonner. Der Verein ist auch weiterhin darum bemüht, dass Traunreut ein »Geschichtshaus« erhält, in dem die Entwicklung »einer Industriestadt, die praktisch aus einer Notlage heraus zur größten und wirtschaftlich stärksten Stadt im Landkreis wurde«, dargestellt werden soll.


Der Verein Heimathaus bezeichnet das Projekt nicht als Museum, sondern auf Vorschlag von Reinhold Fuchs als »Geschichtshaus«, weil darin explizit die Geschichte der Stadt seit ihren Anfängen in der Muna St. Georgen gezeigt werden soll. Stephanie Steiner, eine ausgewiesene Museums-Fachkraft, ist seit Oktober 2013 im Auftrag der Stadt damit beschäftigt, die Bestände des Heimathauses zu sichten, zu strukturieren und inventarisieren. Begonnen hat sie mit den Gegenständen in der »Munastube« im Obergeschoß des Heimathauses. »Dinge werden erst interessant, wenn man die Geschichten dahinter kennt«, sagt Steiner und führt auch immer wieder Zeitzeugengespräche.

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Neben dem Sachgut gibt es im Heimathaus auch eine große Menge an Schrift- und Bilddokumenten, die sie erfasst und in ein Inventar aufnimmt. »Das alles ist Grundlagenarbeit für ein späteres Geschichtshaus und Grundlagenforschung im Allgemeinen«, erklärte sie in der Versammlung.

Damit ist es aber noch nicht getan. Wie Vorsitzender Gerhard Wonner betonte, müsse man auch erst noch schauen, wie das Ganze am besten untergebracht werden kann. »Ich hoffe dabei auf das Verständnis und die Unterstützung vonseiten der Stadt, damit wir in dieser Richtung weiterarbeiten können«, so Wonner.

Bürgermeister Klaus Ritter meinte dazu, dass zunächst das Wie und Wo geklärt werden müsste. Aufgrund des Berichtes über die Veranstaltungen im Heimathaus im letzten Jahr zeigte sich das Stadtoberhaupt überrascht und beeindruckt von der Vielfalt und der Vielzahl der geleisteten Stunden, die keiner sehe. »Das zeigt, dass das Heimathaus eine wichtige Einrichtung ist und große Bedeutung für Traunreut hat«, betonte er.

Der Verein Heimathaus organisierte 13 eigene Veranstaltungen, bei denen 463 Besucher gezählt wurden. Einen viel größeren Umfang nehmen die Angebote von »Gastorganisationen« ein, zu denen vor allem die Landsmannschaften gehören. Sie boten 362 Veranstaltungen mit über 12 400 Besuchern an. Ein wichtiger Bestandteil ist zudem die Arbeit von Galina Kopp unter dem Namen »Integration Heimathaus«. An 331 Terminen wurden 2934 Teilnehmer gezählt. Die Kasse des Vereins schloss im vergangenen Jahr mit einem Überschuss von 2021 Euro.

Die Neuwahlen ergaben keine großen Änderungen. Vorsitzender bleibt demnach Gerhard Wonner, Zweiter Vorsitzender Wilhelm Schneider und Dritter Vorsitzender Fritz Bantscheff. Die Kasse verwaltet Konrad Reiter, Kassenprüfer sind Horst Klepke und neu Andreas Muckenschnabel. Als neue Beirätin wurde Hanne Herold gewählt. Das Amt des Schriftführers ist vakant. Konrad Reiter übernimmt diese Aufgabe vorerst mit.

Die nächste Veranstaltung ist ein Vortrag von Irmgard Miess am 3. Juni in der Reihe »Traunreuter sehen die Welt«. Sie berichtet über Nepa, in erster Linie über die Bevölkerung. Im Oktober findet noch ein Vortrag über den Beginn des Ersten Weltkrieges statt. mix