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Wunsch des Gemeinderats wird erfüllt

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Unübersichtlich und zu schmal ist der Geh- und Radweg – unter anderem auch Schulweg – entlang der B 305 unter der Altweger Wand. Hervorspringende Felsnasen engen den Gehraum ein. Die Gemeinde Unterwössen beteiligt sich jetzt an den Kosten für die Felssicherung dieser Wand. Dafür werden die zwei markanten Felsnasen (eine im Bild) jetzt abgetragen.

Unterwössen. Die eigene Sachkunde im Rücken hatte sich der Unterwössner Gemeinderat in seiner letzten Sitzung sicher gefühlt. Kurzerhand sandte er Bürgermeister Hans Haslreiter in die Nachverhandlungen rund um die Felssicherung der Altweger Wand an der Bundesstraße 305. Die Verwaltung hatte in der Sitzungsvorlage vorgeschlagen, dass sich die Gemeinde Unterwössen mit 35 000 Euro an den Kosten beteiligt. Doch die Gemeinderäte beschlossen, der Bürgermeister solle nur unter Auflagen zustimmen dürfen (wir berichteten). Gezahlt werden sollte nur dann, wenn gleichzeitig die den Fuß- und Radweg einengenden Felsnasen der Altweger Wand entfernt würden. Bei den Nachverhandlungen auf der Baustelle zerbröselte die vermeintlich gute Verhandlungsposition des Bürgermeisters. Trotzdem sind die Beteiligten jetzt übereingekommen. Die Gemeinde stellt die 35 000 Euro bereit. Zwei Felsnasen auf einer Länge von je 3 bis 4 Metern werden beseitigt.


Gemeinderat Anton Greimel (FWG), bis Ende 2005 Baudirektor beim Landratsamt Rosenheim und 13 Jahre Leiter des dortigen Tiefbauamtes, war sich sicher: Für solche Sanierungsarbeiten an einer Bundesstraße außerhalb des Ortsbereiches ist der Straßenbaulastträger, damit nicht die Gemeinde zahlungspflichtig. Dem schlossen sich die übrigen Gemeinderäte unmittelbar an. Sie beschlossen die 35 000 Euro Kostenbeteiligung nur gegen Gegenleistungen zu bewilligen.

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Was im Unterwössner Sitzungssaal aber keiner mehr parat hatte, war die Geschichte dieses Fuß- und Radweges. Als die B 305 am Ortseingang von Unterwössen ausgebaut werden sollte, waren Fuß- und Radweg nicht vorgesehen. Nur auf Drängen des damaligen Gemeinderates unter Bürgermeister Josef Kurz-Hörterer ist der dann trotzdem gekommen. Und zwar erst, als sich die Gemeinde Unterwössen im Gegenzug verpflichtete, sich zu beteiligen.

Diese alte Vertragsregelung hielt das Staatliche Bauamt dem Bürgermeister bei den Gesprächen nun entgegen. Weil aber keine Seite die bisherige gute Zusammenarbeit gefährden wollte, wurde trotzdem verhandelt.

Letztendlich wurde so das von den Wössner Gemeinderäten herbeigesehnte Ergebnis erzielt. An den beiden engen Stellen des Fuß- und Radweges werden nun die Felsnasen entfernt. So bleibt dann zu hoffen, dass im Frühjahr nächsten Jahres der Fuß- und Radweg auch breiter werden wird. Dann wird unter dem Weg von der Telekom ein Glasfaserkabel und von E.ON ein Hochspannungskabel verlegt werden. Im Anschluss wird dann die Gehwegdecke erneuert. lukk

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