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Wohnungen im Gasthaus Schneck befürwortet

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Teisendorf. Der Marktgemeinderat beschloss, für den Bereich der Gaststätte Schneck in Neukirchen einen Bebauungsplan aufzustellen und parallel dazu den Flächennutzungsplan zu ändern. Der Betrieb der Gaststätte Schneck in Neukirchen wurde kürzlich eingestellt. Damit das Gebäude, dessen Grundstück baurechtlich dem Außenbereich zugeordnet ist, nicht leer bleibt, sollen dort Wohnungen entstehen. Drei Wohnungen sind bereits vorhanden und elf weitere sollen hinzukommen. Aufgrund der Außenbereichslage müsse daher ein Bebauungsplan aufgestellt werden. »Aber auch mit Bebauungsplan bleibt die Sache problematisch«, sagte Bürgermeister Franz Schießl.


Um die weitere Nutzung des ortsprägenden Gebäudes zu sichern, wurde vorgeschlagen, die erforderlichen Bauleitplanungen vorzunehmen. Im Gremium bestand Einverständnis, dass die geplante Errichtung der Wohnungen eine sinnvolle Nutzung darstelle. Damit könnten Flächen auf der grünen Wiese für den Neubau von Wohnungen gespart werden, hieß es. Trotz der Außenbereichslage unterstütze man die Planung ausdrücklich. Dies spiegelte sich auch in dem einstimmig gefassten Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes wider. Im Zuge dieser Bauleitplanung, deren Kosten die Grundstückseigentümer übernehmen, soll das Areal des Gasthauses dann in ein Dorfgebiet umgewandelt werden.

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Im weiteren Verlauf der Sitzung gab Bürgermeister Schießl die Entwicklung der Eintritte und Einnahmen der Schwimmbäder in Neukirchen und Teisendorf bekannt. Beim Vergleich mit den letztjährigen Zahlen stellte sich heraus, dass die Einnahmen in den beiden Schwimmbädern heuer um 18 Prozent geringer ausfallen.

Ferner gab Schießl drei in nicht öffentlicher Sitzung beschlossene Auftragsvergaben bekannt, die die Generalsanierung und Erweiterung des Kindergartens Teisendorf betreffen: Die Lieferung und den Einbau der Fenster erteilte man der Firma Wendl aus Schönau. Den Zuschlag für die Verputz-Arbeiten erhielt die S.A.H. Bau und Verputz GmbH aus Coburg. Bei der dritten Auftragsvergabe handelt es sich um die Trockenbauarbeiten, mit der die Marktgemeinde die Firma Zimmerer aus Schaftlach betraute.

Der Bürgermeister informierte auch zum Thema Umgehungsstraße Oberteisendorf. Die Befürworter der Umgehungsstraße haben laut Schießl 164 Unterschriften vor, von den Gegnern der Trasse seien 120 Unterschriften gekommen. Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat sagte Schießl, dass die Befürworter ausschließlich aus Oberteisendorf stammen, während bei den Gegnern auch Leute unterschrieben hätten, die nicht nur aus dem Ort, sondern aus dem ganzen Landkreis stammen.

Auf die Frage von Andreas Neumeier, wie es mit der Ortsentwicklung weitergehe, entgegnete Schießl, dass man das Architekturbüro Zeller & Romstätter mit den Planungen betraut habe. Diese müssten nun abgewartet werden, was etwas dauern könne.

Alois Stadler bemängelte, dass es am Skaterplatz keinen Papierkorb gebe, sodass der Abfall einfach in der Gegend lande. Schießl ließ jedoch wissen, dass die Gemeinde ganz bewusst keinen Abfallbehälter aufstellen ließ, damit dieser nicht zweckentfremdet wird. »Mit den Jugendlichen wurde aber vor Inbetriebnahme des Skaterplatzes vereinbart, dass sie ihren Abfall wieder mitnehmen müssen.« Peter Schuhbeck schlug vor, mit dem Betreuer Daniel Schneider über das Müllproblem zu sprechen.

Norbert Schader erinnerte daran, dass er aufgrund des Schwelleises im letzten Winter auf der Strecke Wetzelsberg, (oberhalb des Solarparkes) schon einmal beantragt hatte, dass der Bauhof die Seitenabflüsse reinigen sollte, damit das Wasser abfließen kann. Nachdem der Winter vor der Tür steht, müsste dies jetzt bald erledigt werden, meinte er.

Alois Stadler wollte wissen, wie es um den schnelleren Internet-Zugang in Neukirchen bestellt ist. Schießl erwiderte, dass es noch Probleme gebe, die von der ausführenden Firma ip-fabric zu bewältigen seien. »Der Sache wird aber nachgegangen.« Stadler erkundigte sich auch, ob man in der Trasse des Geh- und Radweges in Richtung Waging für eine spätere Versorgung vorsorglich Leerrohre für eine Glasfaserleitung verlegen könne. Dies wäre kostengünstiger als eine spätere Verlegung, vermutete er. Aus Schießl Antwort ging hervor, dass keine Leerrohre vorgesehen sind. ca