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Wohnraum im Gewerbegebiet

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Petting – Betrieb und Privatleben besser in Einklang bringen möchte ein Antragsteller, der eine Sonnen- und Windenergiefirma im Gewerbegebiet Wasserbrenner hat und dort Wohnraum schaffen will. Dagegen hatte Pettings Gemeinderat ebensowenig einzuwenden, wie gegen die Pläne eines Bürgers in Seehof.


Als kleiner Familienbetrieb seien er und seine Mitarbeiter fast ausschließlich auf Montage unterwegs, schrieb der Pettinger in seinen Antrag auf eine Teilnutzungsänderung. Mit einer Wohnung im Betriebsgebäude könnte seine Frau ganztägig vor Ort sein, Büro- und Verkaufstätigkeiten erledigen und gleichzeitig für die Kinder da sein.

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Betriebsleiterwohnungen seien dort ausnahmsweise zulässig, informierte Bürgermeister Karl Lanzinger, mindestens die Hälfte aber müsse Gewerbeanteil bleiben. Dazu komme, dass eine Wohnbebauung bis zu einem Abstand von 200 Metern zum Putenstall nicht zulässig sei. Das Vorhaben liege gerade noch außerhalb dieser Linie. »Wer hat uns denn diesen Abstand draufdruckt?«, fragte dritter Bürgermeister Thomas Stippel. Das sei 20 Jahre her, wusste Lanzinger, auch das Planungsbüro kenne die damaligen Gründe nicht mehr. Allerdings habe ein neueres Gutachten diese Linie bestätigt.

Drei Nachbarbetriebe befürworten das Vorhaben schon aus Sicherheitsgründen, sei doch damit auch nachts jemand zugegen. »Leider ist es im dort schon zu Diebstählen gekommen«, schreibt der Antragsteller. Für die beantragte Nutzungsänderung gab es keine Gegenstimme.

Schon vor zwei Jahren hatte sich der Gemeinderat mit einem Antrag eines weiteren Bürgers beschäftigt. Ein Dachbodenausbau in seinem Anwesen in Seehof ist jedoch nicht umgesetzt worden. Statt des damaligen großen Quergiebels sollen nun für sechs Apartments Gauben entstehen. Der Keller wird um einen Saunabereich erweitert, um von dort auch ein Außenbecken zu erreichen. »Mit Sichtschutz zur Straße?«, fragte Franz-Martin Abfalter. Das liege schon im Eigeninteresse des Antragsstellers, meinte Lanzinger, der darin durchaus ein »Aushängeschild« sieht. Und die Carportanlage im Hof sehe man ohnedies nicht.

»A saubere Sach’«, urteilte zweiter Bürgermeister Ludwig Prechtl, weil die Bettenzahlen im Tourismus leider zurückgingen, sei das sehr zu begrüßen. »Picobello«, kommentierte es Thomas Stippel, was auch seine Kollegen so sahen.

Stippel informierte auch darüber, dass man am Tag der Sitzung mit den »Einreihern« für den neuen Parkplatz in der Ortsmitte neben dem Rathaus begonnen habe. Seine Frage: »Welchen Belag?« Das übliche Pflaster mit 20 mal 20 Zentimeter, bei dem viel einzuschneiden sei. Oder doch Granit, wie die Handwerker meinten. Das würde zwar um etwa 1500 Euro mehr kosten, man bliebe aber dennoch im Rahmen des Budgets. »Mit dem Besitzer reden«, schlug Stippel vor, worauf Prechtl widersprach: »Das ist doch unser Parkplatz.« Zur Erinnerung: Die Gemeinde hat das Areal für 20 Jahre gepachtet. Granit würde zum Rathaus-Vorplatz passen, meinte der zweite Bürgermeister.

Elvira Kraller regte an, den Durchgang beim ehemaligen Rathaus etwas zu erweitern, worauf Lanzinger vorschlug, der Bauausschuss solle sich das demnächst zusammen mit anderen Örtlichkeiten in der Gemeinde anschauen. »Das alte Pflaster an der Schule wäre schade zum Wegschmeißen«, regte Prechtl die Materialauswahl an. Das könnte auch Verwendung finden für einen Vorplatz anstelle der alten Schule, ergänzte Lanzinger, denn das Pflaster sei noch keine zehn Jahre alt.

Petting, Kühnhausen, Schönram. Drei Standkonzerte spielt die Musikkapelle Ringham-Petting pro Sommer – wenn das Wetter mitspielt. Anstatt 100 Euro pro Konzert erbittet die Kapelle von der Gemeinde künftig 150 Euro, sei doch der Betrag zehn Jahre unverändert geblieben. »Im Vorfeld spielen die Jung-Musikanten«, zeigte sich auch der Rathauschef angetan von dem breiter werdenden Angebot. »Das muss es uns wert sein«, so der Tenor im Gremium. höf