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Wohl 280 000 Euro für Schulausstattung

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Petting – Noch liege man genau im Finanzplan, erklärte Architekt Nikolaus Magg den Pettinger Gemeinderäten und legte ihnen ein detailliertes Ausstattungskonzept vor. Mit rund 280 000 Euro rechnet der Planer für die komplette Ausstattung der neuen Grundschule. An den jeweils günstigsten Bieter vergab der Gemeinderat die Aufträge für die Küche, die Böden, für Fließen und die Schreiner-Innenarbeiten.


Die Preise lagen zum Teil deutlich auseinander. Bis zu 15 Firmen hatte Geschäftsleiter Reinhard Melz nach Angeboten zu den verschiedenen Gewerken angefragt. Angeboten hatten maximal sechs Firmen, zweimal waren es vier, einmal nur drei Bieter. Auf 255 000 Euro werden sich all diese Arbeiten am Ende summieren.

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Eine lange Diskussion entspann sich um die Ausstattung der neuen Grundschule. Vier Klassenzimmer mit 24 Plätzen und zwei mit 18 gehören eingerichtet. Dazu die Gruppenräume, der Raum für die Mittagsbetreuung, ein Ruheraum, eine Lesewerkstatt und ein Mehrzweckraum.

Vom Computer- bis zum Kopierraum

Des Weiteren ein Computer- und ein Werkraum, daneben ein Maschinenraum. Im Obergeschoß der Verwaltungstrakt für die Schulleitung, das Sekretariat, Kopier- und Krankenraum. Nebenan das Lehrerzimmer und das Elternsprechzimmer. All das addierte Nikolaus Magg auf rund 200 000 Euro. Einschließlich der technischen Ausstattung mit Laptops, Beamern, Tageslichtprojektoren, Software bis hin zu einem Wäschetrockner kam der Architekt auf rund 280 000 Euro.

»Warum nimmt man nicht lauter Einzeltische?«, fragte Franz-Martin Abfalter. Einzeltische seien im Vergleich größer, bräuchten also insgesamt mehr Platz und seien teurer. Weil ein Großteil der Schüler mit der Durchschnittsgröße richtig bedient sei, werde auch nur ein Teil der Stühle und Tische verstellbar geordert.

Stichwort Tische: Das ließ Christian Mayer sogleich an das Putzpersonal und mögliche Hindernisse denken. Magg hatte Modelle sowohl von Stühlen als auch einem Tisch mitgebracht. Weil mit Boden, Türen, Fenstern und im Obergeschoß mit Dachstuhl bereits viel Holz verbaut sei, wolle man die Möbel eher in Weiß oder Lichtgrau halten.

»Wichtig ist, was drin passiert«, relativierte Abfalter die Bedeutung des Baus, »heute lernt man anders: Mit wechselnden Gruppen oder auch einzeln.« Abfalters Frage, ob auch Ruhezonen vorgesehen seien, konterte Bürgermeister Karl Lanzinger mit der Gegenfrage: »Für Lehrer oder für Schüler?«

Lanzinger: »Ich würde da nichts 'zamstopseln'«

Franz Vordermayer sorgte sich um die Schalldämmung im Musikraum. Philipp Strohmeyer erkundigte sich, ob es eine Bestuhlung für die Aula geben werde. Darüber wolle man sich Gedanken machen, wenn sich die Frage nach einer Turnhallen-Bestuhlung stelle, so Lanzinger. »Was ist eigentlich vom Bestand da und zu übernehmen?«, wollte Strohmeyer weiter wissen.

»Es ist nicht alles schlecht«, erwiderte der in der Sitzung anwesende Schulleiter Hans Steinmaßl, allerdings seien die Teile allesamt zehn, 15 oder auch 20 Jahre alt. »Ich würde da nichts 'zamstopseln'«, warnte Lanzinger vor solchen Überlegungen, »es passt nicht zusammen und am Ende spart man sich vielleicht 5000 Euro.«

Franz-Martin Abfalter erschien das Konzept insgesamt etwas zu konservativ. »Das bietet doch viele Möglichkeiten zum Verändern«, lobte dagegen Franz Vordermayer den Entwurf. Schließlich gaben die Räte einstimmig grünes Licht an den Architekten, die Sache in der Weise weiter zu verfolgen und auszuschreiben. höf