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Wo kommt die Bodenwelle auf der Nordumfahrung her?

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Die Bodenwelle zwischen der Ausfahrt Kammer und dem Ettendorfer Tunnel ist nicht nur deutlich zu sehen, sondern beim Drüberfahren auch merklich zu spüren. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Hat die Hitze jetzt in Traunstein einen ersten Blow-up verursacht? Eine deutlich sicht- und spürbare Bodenwelle hat sich auf der Nordumfahrung zwischen dem Ettendorfer Tunnel und der Ausfahrt nach Kammer gebildet. Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein gibt Entwarnung: Nicht die hohen Temperaturen hätten zur Absenkung der Straße geführt, sondern der moorige Untergrund.


Die Traunsteiner Nordumfahrung läuft durchs Trenkmoos – und dort ist der Untergrund für den Straßenbau schwierig, wie Peter Maltan im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt ausführt. An der Stelle, wo sich die Straße gesenkt hat, sei die Torfschicht vier Meter dick. Dass es dort zu Senkungen kommen wird, sei von Anfang an klar gewesen.

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Das Staatliche Bauamt hatte darum bereits 2008 eine sogenannte Auflastschüttung an der Stelle anbringen lassen: Unter der Last von Kies sollte sich der Boden setzen. Als die Bauarbeiter dann vier Jahre später, im Herbst 2014, im Trenkmoos die Asphaltdecke aufbrachten, war den Behördenvertretern klar, dass noch weitere Senkungen – wenn auch nur im Zentimeterbereich – folgen werden. Betroffen ist dabei vor allem ein rund 500 Meter langer Abschnitt.

Inzwischen gibt es auch tatsächlich mehrere kleinere Absenkungen, eine ist inzwischen so groß, dass bereits Handlungsbedarf bestand. Ein Verkehrszeichen macht inzwischen auf den unebenen Untergrund aufmerksam, und im August will das Staatliche Bauamt im Rahmen seiner sogenannten »Flickasphaltierung« nachbessern.

Peter Maltan weiß, dass es in den nächsten vier, fünf Jahren zu weiteren, kleineren Setzungen kommen kann. Und darum rechnet das Staatliche Bauamt Traunstein auch damit, dass immer wieder Reparaturarbeiten auf dem Straßenabschnitt nötig sein werden. san