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WM-Mord: 18-jähriges Opfer leidet noch heute unter den Folgen

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Der junge Angeklagte sitzt im Gerichtssaal neben seinem Anwalt Harald Baumgärtl. (Foto: Kretzmer)

Traunstein - Die vor neun Monaten in Bad Reichenhall niedergestochene junge Frau leidet nach wie vor unter den seelischen Folgen der Tat.


Im Prozess um den Mord an einem Rentner und den Mordversuch an der Jugendlichen am Traunsteiner Landgericht bezeichnete eine Freundin das Opfer am Freitag zwar als Kämpfernatur. Den Nachhauseweg, auf dem sie in der Nacht lebensgefährlich verletzt wurde, könne sie aber nicht mehr alleine zu Fuß bewältigen, schilderte die Zeugin vor dem Traunsteiner Landgericht die Gemütslage der jungen Frau. Zudem reagiere sie mitunter verängstigt. Als Beispiel nannte die Freundin, dass die mittlerweile 18-Jährige zu weinen begonnen habe, nur weil ein junger Mann sie aus Spaß von hinten erschreckt habe.

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Im Anschluss an die Vernehmung der Zeugin wurde die Aussage des Opfers vor der Jugendkammer erwartet. Auf Antrag des Anwalts, der die junge Frau als Nebenklägerin im Prozess vertritt, wurde vor den Angeklagten ein Polizeibeamter als eine Art Sichtschutz gesetzt. Der 21-Jährige steht wegen Mordes und Mordversuchs vor Gericht - begangen in der Nacht zum 14. Juli 2014, als Deutschland Fußball-Weltmeister wurde. - dpa

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