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Wlach löste Lehrberger ab

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Wachablösung bei der Bergwacht Reit im Winkl: Peter Wlach (rechts) wurde zum neuen Bereitschaftsleiter gewählt. Er löst Marga Lehrberger (Mitte) ab, die 2001 als erste Frau Bayerns mit dieser Aufgabe betraut wurde. Sein Stellvertreter ist Andreas Helminger.

Reit im Winkl. Zwölf Jahre stand sie als Bereitschaftsleiterin der Bergwacht-Bereitschaft Reit im Winkl an oberster Stelle: Marga Lehrberger wurde 2001 als erste Frau in ganz Bayern in dieses Amt gewählt. Vor wenigen Tagen nun löste sie anlässlich der Jahreshauptversammlung im Alpenvereinsheim Peter Wlach in dieser ehrenamtlichen Aufgabe ab. Lehrberger stellte sich nicht mehr zur Wahl.


Die übrigen Vorstandsmitglieder bleiben in ihren Ämtern: Stellvertretender Vorsitzender ist weiterhin Andreas Helminger, Kassier bleibt Fred Hanrieder. Bergwachtsarzt ist Dr. Thomas Behr. Ausbildungsleiter bleibt Michael Mayer, Simon Mayer ist Gerätewart. Für den Naturschutz ist Karl Heinz Schlechter zuständig, der auch wieder Schriftführer ist. Fahrzeugwart ist Florian Brandl und Hüttenwart Michael Willers.

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Groß waren bei der Versammlung Lob und Anerkennung gegenüber der scheidenden Bereitschaftsleiterin. Dies brachten mehrere Redner zum Ausdruck – darunter auch Bürgermeister Josef Heigenhauser. Sie stellten das Wissen und die selbstverständliche Einsatzbereitschaft Lehrbergers heraus, so habe sie »so manches bei den obersten Bergwachtinstanzen erreichen« können.

Marga Lehrberger wiederum betonte, dass die Bergwacht ihr ehrenamtliches Engagement, das gerade für den Tourismusort Reit im Winkl von höchster Bedeutung sei, ohne die Unterstützung vieler Förderer und Gönner, aber auch durch die Gemeinde nicht leisten könne. Dieses Engagement wurde für das abgelaufene Jahr in statistischen Zahlen verdeutlicht: Demnach hatten die 34 aktiven Bergwachtler und die vier Anwärter 258 Wintersport- und acht Sommerunfälle zu versorgen. Während des Winters waren 5170 Stunden und für den Sommerrettungsdienst 2765 Stunden zu leisten. Für Aus- und Fortbildung, Verwaltung, Naturschutz und Mitarbeit in der Lawinenkommission fielen weitere 6250 Stunden an.

Eine ständige Herausforderung sei für die Bergwacht-Ortsgruppe ferner, die laufenden Kosten unter Kontrolle zu halten, zumal sie einen Großteil der Unkosten selbst tragen müsse, wurde betont. Dass die finanzielle Situation dieser Institution nicht gerade leicht sei, verdeutlichte auch der anschließende Bericht des Kassiers Fred Hanrieder. ost