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Wissenswertes, Nachdenkliches und Humorvolles

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Das Trio Maier-Riemer-Haslbeck spielte beim »Rauhnacht-Hoagascht« mit Akkordeon, Gitarre und Bassgeige gefühlvoll auf. (Foto: Adersberger)

Grassau – Beim »Rauhnacht-Hoagascht« der Rottauer Trachtler gab es in alt bewährter Weise Wissenswertes, Nachdenkliches und Humorvolles von Miche Huber mit vielen Liedern und Musikstücken, die zum Thema passten.


Die bekannte Volksmusikveranstaltung wurde wieder einmal vom Bayerischen Rundfunk aufgenommen, und so können auch diejenigen, die im Messerschmied-Saal keinen Platz mehr fanden, die Aufnahme auf dem Radiosender Bayern 1 an Neujahr sowie am Sonntag jeweils von 19.05 Uhr bis 19.55 Uhr anhören.

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Die vielen Besucher aus Nah und Fern, die jedes Jahr zu diesem Hoagascht nach Rottau kommen, warteten wieder gespannt auf den Jahresrückblick der ganz eigenen Art und Hubers Privatstatistik. Es gab viel zu lachen. Mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen wunderte er sich über die Rottauer Trachtler. Für das Gaufest 2018 haben sie auf dem künftigen Festzeltplatz schon massive Erdbewegungen ausgeführt, obwohl das Gaufest erst im kommenden Jahr vergeben wird.

Ausführlich ging Huber auf die zwölf Rauhnächte ein. Ein besonderes Augenmerk legte er dabei auf den Perchtentag am 5. Januar und kündigte an, dass nach dem Programm erstmals fünf Perchten Kletzenbrot verteilen werden. Passend zur Hektik der Advents- und Weihnachtszeit tröstete er die Besucher mit dem Ausspruch Karl Valentins: »Nach der staaden Zeit werd's wieder ruhiger.«

Huber hatte bei der Auswahl der Sänger und Musikanten ein gutes Gespür, es waren durchwegs ganz ausgezeichnete Gruppen. Bei der Besetzung der Flintsbacher Saitenbläser mit Geige, Bratsche, Akkordeon, Bassgeige, Gitarre und Klarinette als einzigem Blasinstrument staunten wohl manche Besucher. Mit ihrem feinen und zarten Spiel zauberten sie einen Wohlklang auf die Bühne.

Die Kerschbaum Zithermusi mit drei Kerschenstoaner Zithern und Kontragitarre bestachen mit ihrer flotten und exakten Spielweise. Das angekündigte Duo Maier-Riemer wurde zu einem Trio Maier-Riemer-Haslbeck. Langsam und getragen spielte Maier auf dem Akkordeon auf, gefühlvoll ummalt von Gitarre und Bassgeige.

Natürlich durften auch Gesangsgruppen nicht fehlen. Die Sagschneider Malan aus Leger bei Lenggries, drei junge Frauen, sangen mit ihren klaren Stimmen feierliche, feine Jodler und passende Lieder wie »De heiligen Dreikönig«. Im Kontrast dazu standen die Rimstinger Sänger, vier »gstandne« Männer, mit ihren kräftigen Stimmen. Sie fanden großen Anklang mit dem Lied »Tret ma aft ins Neie Jahr«.

Die Sagschneider Malan sangen als Abschluss den Andachtsjodler vor und dann stimmten alle ein. Laut wurde es dann noch, als die Perchten mit ihren wilden Masken und Glocken am Rücken durch den Saal hüpften und das Kletztenbrot verteilten. ja