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Wirtschaftspanther an Serva Transport Systems GmbH

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Landrat Siegfried Walch (links) überreichte zusammen mit Dr. Birgit Seeholzer von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft außerdem den Wirtschaftsförderpreis für Jungunternehmer an Christian Schlögl (Zweiter von links) und Tassilo Schwarz. (Fotos: T. Eder)
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Rupert Koch und Leopold Meirer (von links) erhielten für ihr Unternehmen »Serva Transport Systems GmbH« sowohl den Chiemgauer Wirtschaftspanther als auch den Start-Up-Preis.

Grassau – »Serva Transport Systems GmbH« heißt das Unternehmen aus Grabenstätt, das den ersten »Chiemgauer Panther« verliehen bekam. Und damit nicht genug: Bei einem Festakt im Golf-Resort Achental in Grassau überreichte Landrat Siegfried Walch den Gründern zudem den Sonderpreis für Start-Up-Unternehmen.


Landrat Siegfried Walch hatte im Sommer zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Traunstein (Wifö) diesen Wirtschaftspreis initiiert, um die Stärke und Innovationskraft heimischer Spitzenbetriebe hervorzuheben. Der Chiemgauer Wirtschaftspanther wird in verschiedenen Kategorien vergeben.

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Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Traunstein, und Landrat Siegfried Walch machten es bei der Preisverleihung spannend. Seeholzer bezeichnete die Wahl als sehr schwierig, da es »viele tolle Firmen in der Region« gebe. Der Wirtschaftspanther sei die höchste Auszeichnung im wirtschaftlichen Bereich, die der Landkreis vergeben könne, betonte auch Walch. Damit die Region stark bleibe und weitere Generationen erfolgreich arbeiten könnten, brauche es Unternehmerpersönlichkeiten, innovative Ideen, Leute, die vorweg gehen, und Unternehmer, die Geld in die Hand nehmen.

Mit kleinen Filmen wurden die sieben Unternehmen, die die Kriterien des Chiemgauer Wirtschaftspanthers erfüllen, vorgestellt – aufmerksam verfolgt vom gesamten Publikum. Nominiert waren die Schreinerei Daxenberger aus Seeon, die Bäckerei Schuhbeck aus Ruhpolding, die Zimmerei der Gebrüder Dufter aus Inzell, der Automobil-Restaurationsbetrieb Jensen Classics aus Grassau, Carbontechnik Wimmer aus Traunstein, die Schlossbrauerei Stein und die Serva Transport Systems GmbH aus Grabenstätt. Alle Unternehmer wurden auf das Podium gerufen und von einem der Jurymitglieder vorgestellt, ehe Landrat Walch schließlich den Sieger verkündete: »Serva Transport Systems«.

Die beiden Geschäftsführer Leopold Meirer und Rupert Koch von Gut Sossau entwickelten fahrerlose Transportsysteme und Parkroboter. Namhafte Autohersteller nutzen bereits diese innovativen Beförderungsmöglichkeiten. Im Düsseldorfer Flughafen wird der Parkroboter eingesetzt, um Fahrzeuge im Parkhaus zu postieren. Das Unternehmen beschäftigt 25 Mitarbeiter.

Rupert Koch und Leopold Meirer hatten gleich doppelten Grund zur Freude, denn auch in der nächsten Kategorie räumten sie den Preis ab – in der Kategorie Start-Up-Unternehmen. Hier waren acht Unternehmen nominiert, die nicht länger als fünf bis acht Jahre auf dem Markt aktiv sind: Kaffeerösterei Baruli aus Stein an der Traun, Chiemedia GbR aus Ruhpolding, Chiemsee Care Company aus Chieming, Clocon aus Trostberg, IT Service Schlögl aus Emertsham, Ölmühle Garting bei Schnaitsee, Rudno Elektrotechnik aus Siegsdorf und wieder Serva Transport Systems aus Grabenstätt.

In einer dritten Kategorie wurden an diesem Abend noch ganz junge Unternehmer geehrt. Für sie wurde ein kleiner blauer Wirtschaftspanther ausgelobt: Tassilo Schwarz (17) aus Seeon und Christian Schlögl (16) aus Emertsham.

Der 17-jährige Gymnasiast Tassilo Schwarz aus Seeon hat in diesem Jahr bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt mit seiner Flugdrohnenabwehr. Er wurde Bundessieger bei »Jugend forscht«. Der 16-jährige Gymnasiast Christian Schlögl aus Emertsham hat bereits mit 15 Jahren seine eigene IT-Firma gegründet (IT Service Schlögl) und ist – obwohl minderjährig – voll geschäftsfähig. Er betreut bereits über 100 Kunden.

Die Digitalisierung ist ein Schwerpunktthema der Wirtschaftsförderung. Gastredner an diesem Abend war deshalb Benjamin Steen, Abteilungsleiter Medien des FC Bayern. Er stellte digitale Projekte vor, sprach über die »Kundenpflege« und die Vernetzung über soziale Medien als Wirtschaftsmotor. Als »Tante-Emma-Prinzip bezeichnete er das Sammeln und Analyse von Daten, damit man als Unternehmen seine Kunden kenne. tb