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Wird das alte Schulgebäude das neue Überseer Rathaus?

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Übersee. In Übersee zeichnen sich einschneidende Veränderungen ab. Das Rathaus könnte sich in gut zwei Jahren im alten Schulgebäude befinden, das jetzige Rathaus in ein Bürgerhaus umgebaut und das leer stehende, ehemalige Feuerwehrhaus abgerissen sein. Erste Weichenstellungen dazu hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag einstimmig abgesegnet.


Die künftige Nutzung des zur Zeit leerstehenden Feuerwehrhauses und des benachbarten, größtenteils ungenutzten alten Schulgebäudes waren Gegenstand eines »runden Tisches« mit Bürgerbeteiligung. »Die Gedankenspiele gingen schnell in eine Richtung«, berichtete Bürgermeister Marc Nitschke über das Ergebnis der Gespräche.

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So sei es zu dem einvernehmlichen Vorschlag gekommen, das alte Feuerwehrhaus abzureißen und dafür eine attraktive Grünfläche zu schaffen. Für das viel zu enge und unzeitgemäße Rathaus, das als Bürgerhaus umfunktioniert werden könnte, läge nach den Überlegungen der Gesprächsteilnehmer ein Umzug in die alte Schule nahe.

Wie der Gemeindechef weiter berichtete, habe das Traunsteiner Planungsbüro Strasser bei den Gesprächen über generelle Zuschussmöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung von 60 Prozent berichtet. Bei den Sanierungen hingen die Fördermittel von der Art der Nutzung ab und bei Neubauten gebe es gar nichts.

Die Ergebnisse des »runden Tisches« stießen bei allen Gemeinderäten auf ein positives Echo. Ludwig Ertl (Freie Bürgerliste, FBL) und Dieter Schöneburg (SPD) waren der Meinung, dass eine Sanierung des Feuerwehrhauses wegen zu hoher Kosten nicht sinnvoll sei. Im Übrigen wären auch die Bemühungen gescheitert, es zu vermieten. Ein Abriss wäre somit die beste Lösung.

Erika Stefanutti (FBL) fand es besonders positiv, dass der Bürger mit dem Rathaus und einem benachbarten Bürgerhaus im Ortszentrum »alles beieinander hat«. Und Leo Segin (CSU) freute sich, »dass durch die Nutzung des Schulgebäudes als Rathaus ein alter Teil von Übersee erhalten bleibt.«

Auch Bürgermeister Nitschke war sich nicht zuletzt wegen der historischen Gegebenheiten einer breiten Akzeptanz bei den Bürgern sicher. Außerdem stufte er die angestrebten Lösungen als »zukunftsweisend und wohl auch finanziell machbar« ein.

Nach der Zustimmung der Gemeinderäte für den Abriss des Feuerwehrhauses, der Nutzung der alten Schule als Rathaus und des jetzigen Rathauses als Bürgerhaus soll das Planungsbüro Strasser nun bis zum Herbst ein Konzept erarbeiten, um damit spätestens im Oktober die Aufnahme in die Städtebauförderung beantragen zu können. Im Frühjahr 2014, wenn die Höhe der Fördermittel bekannt sei, könnte man dann laut Nitschke mit der detaillierten Planung beginnen. bvd

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