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Wird aus dem Kamin bald ein Kletterturm?

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Nach Auffassung der Traunreuter Stadtwerke würde sich der über 20 Meter hohe Kamin der städtischen Schwimm- und Turnhalle als Kletterwand anbieten. In der Sitzung des Werkausschusses wurde die Idee zur Diskussion gestellt. (Foto: Rasch)

Traunreut – Seit Umstellung von Heizöl auf Fernwärme ist der ehemalige Kamin der städtischen Schwimm- und Turnhalle seit 15 Jahren quasi nur noch ein »Wahrzeichen«. Nach Meinung der Stadtwerke würde sich der über 20 Meter hohe Kamin als Kletterwand anbieten. »Für die Kinder und Jugendlichen könnte das Ganze ganz reizvoll sein«, erklärte der kaufmännische Leiter der Stadtwerke, Willi Helmdach, in der Sitzung des Werkausschusses.


Wie Helmdach mitteilte, sei man vom Betreiber einer Kletterwand darauf aufmerksam gemacht worden, die Gelegenheit zu ergreifen und den Kamin in eine Kletterwand umzufunktionieren. Die Vertreter der Schulen seien von der Idee, Klettern als erweitertes Sportangebot im Unterricht anzubieten, begeistert gewesen. Auch hätten sie versichert, dafür ausgebildete Übungsleiter abzustellen.

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Wie das Vorhaben versicherungstechnisch abgewickelt werden könne, müsste noch abgeklärt werden. Die Stadtwerke haben sich auch schlau gemacht, was eine Kletter-Konstruktion kosten würde. Die Preisvorstellungen liegen je nach Variante zwischen 60 000 und 120 000 Euro. Über die Idee, den Kamin als Kletterwand zu nutzen, wurde schon vor Jahren diskutiert. Damals scheiterte das Vorhaben, weil sich kein Betreiber gefunden hatte. Ein fester Betreiber, zum Beispiel ein Verein, wäre auch aus heutiger Sicht eine wesentliche Voraussetzung, sollte das Projekt umgesetzt werden.

»Ich habe größte Bedenken, wenn kein Verein dahintersteht, der das Ganze organisiert«, befürchtete Bürgermeister Klaus Ritter. Seine Befürchtungen teilten auch Günther Dorfhuber (CSU) und Thomas Danzer (Bürgerliste). »Wir bauen uns damit ein Gefahrenpotenzial«, warnte Danzer. Er befürchtet, dass Jugendliche nachts über den Zaun steigen und unbeaufsichtigt klettern könnten.

Auch bei Gabriele Liebetruth (Bürgerliste) hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Auch sie äußerte ihre Bedenken, was die Aufsichtspflicht betrifft und meinte: »Die Stadtwerke haben wichtigere Aufgaben als das zu bauen.« Auf Anregung von Hans Kneffel (CSU) einigte sich das Gremium darauf, alles abzuklopfen und gegebenenfalls einen Betreiber zu suchen, um dann darüber erneut zu diskutieren. ga