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»Wir würden es sofort wieder machen«

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Mira Gerold (links) und Rebekka Heigermoser haben beim TuS Traunreut ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert. Jetzt trennen sich ihre Wege: Rebekka geht für vier Jahre in die USA, um dort zu studieren. Mira strebt in der Heimat ein Grundschulstudium an. (Foto: Rasch)

Traunreut – Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) wird ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen, den Einsatzstellen, geleistet. Einsatzstellen sind z. B. Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime, Rettungsdienste, Kultureinrichtungen und sportliche Einrichtungen. Für Letztere haben sich Mira Gerold aus Traunreut und Rebekka Heigermoser aus Kammer entschieden. Sie absolvierten das FSJ beim TuS Traunreut und haben es nicht bereut: »Wir würden es sofort wieder machen. Es war eine tolle Erfahrung«, schwärmen die beiden Aushängeschilder der Tennisabteilung des TuS Traunreut.


Das FSJ hat den beiden so viel gegeben, dass sie es jedem, der neue Erfahrungen machen möchte oder sich beruflich orientieren möchte, weiter empfehlen können. Man lerne dabei den Alltag kennen, was es heiße Verantwortung zu übernehmen und »sein Zeug selber zu organisieren«. »Wir haben viel gelernt und wissen jetzt, dass der Alltag über die Schulbank hinaus oft auch kein Zuckerschlecken ist.« Ihr Schwerpunkt lag zwar im Tennis, sie haben sich aber auch unter anderem in der Handball-Jugend engagiert und an der Grundschule Nord die Mittagsbetreuung unterstützt. Zusätzlich haben sie zwei Mal in der Woche den Erstklässlern Lesenachhilfe gegeben und mit ihnen ein »Extra-Blatt« ausgefüllt.

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»Die Kinder waren total lieb«, schwärmt die 19-jährige Mira, die sich auch beruflich in diese Richtung orientieren möchte und ein Grundschulstudium anstrebt. Insofern wird die Nummer eins der Ersten Damen-Mannschaft auch dem TuS Traunreut als Spielerin in der Super-Bezirksliga erhalten bleiben. Wohingegen die an Nummer zwei gesetzte Rebekka Heigermoser ihre Tennis-Karriere in den USA fortsetzen wird. Die 18-Jährige wird in West Virginia an einem Tennis-Kollege studieren. Rebekka war bereits für zwei Monate als Austausch-Schülerin in Australien und wird nun ihrer Heimat für vier Jahre den Rücken kehren. Die ehemalige Cheerleaderin des SC Vachendorf will Psychologie studieren. Für ihre heimatverbundene Mannschaftskollegin ist ein Auslandstudium kein Thema: »Ich mag nicht weg. Dazu mag ich die Mannschaft viel zu gerne.«

Der TuS Traunreut hat den beiden begabten Tennisspielerinnen über das FSJ hinaus viel zu verdanken. »Rebekka und Mira waren ein Glücksfall für den TuS«, sagt Tennis-Chefin Christl Hofmann. Dass die beiden jetzt gehen, bedauere sie zutiefst. »Die waren super die zwei!« Lobend erwähnt sie ihr Engagement in der Nachwuchsförderung. Die beiden haben vier Jahre lang den »Miniclub« in der Tennis-Abteilung betreut und das Nachwuchs-Training im Rahmen des FSJ mit Erfolg ausgebaut. Die »Früchte« dieses zusätzlichen Trainings und die Teilnahme an Turnieren, die sie auch selber organisierten, ließen nicht lange auf sich warten: Die Kleinfeldmannschaft belegte in der vergangenen Saison einen hervorragenden 2. Platz. Mira und Rebekka, die nebenbei den C-Trainer-Schein gemacht haben, sind sichtlich stolz auf ihre Schützlinge und deren Leistungssteigerung: »Tennis mit den Kleinen macht unheimlich Spaß. Die sind voll cool drauf.« Nach einem Jahr Abstand von der Schule – beide haben im vergangenen Jahr erfolgreich das Abitur absolviert – heißt es jetzt wieder büffeln um das umzusetzen, in das sie im vergangenen Jahr schon mal hinein schnuppern konnten. ga

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