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»Wir wollen in der Region zusammenhalten«

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Auch der traditionelle Pfannenverkauf darf bei der Truna nicht fehlen – natürlich mit Beratung durch einen Fachmann.
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Am Handwerkskammer-Stand erfuhr Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser, wie sich Muskelenergie in Strom umwandeln lässt.
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Einen kleinen medizinischen Test gibt es am Stand der Kliniken Südostbayern. Weitere Bilder von der Traunsteiner Gewerbeschau Truna finden Sie im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos. (Fotos: Wittenzellner)

Traunstein. »Wir wollen in der Region zusammenhalten. Und das gilt gerade auch für die Truna«, sagte Franz Ober in der Eröffnungsrede. Er ist Vorsitzender des Gewerbeverbands Traunstein und Umgebung, dem Veranstalter der Traunsteiner Regionalmesse. Ober machte deutlich, dass die Gewerbeschau gerade den beruflichen Nachwuchs erreichen wolle.


Unter dem Motto »Die beste Zukunft der Welt« werbe man für eine Ausbildung junger Leute im Chiemgau, so Ober. Im sogenannten »Bildungs-Campus« informieren auf der Truna viele Organisationen, Verbände und Arbeitgeber über berufliche Möglichkeiten für insbesondere junge Menschen. Der Nachwuchs machte von dem Angebot bereits am Eröffnungswochenende regen Gebrauch.

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»Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Menschen gut«, sagte der Traunsteiner Oberbürgermeister Manfred Kösterke in seinem Grußwort. Die Devise sei »regional denken und global handeln«. Traunstein sei ein starker Wirtschaftsstandort, der Teil einer starken Wirtschaftsregion sei. Kösterke unterstrich, dass man weiterhin alles daran setzen müsse, dass die Menschen in der Region Leben und Arbeiten miteinander verbinden können.

Landrat Hermann Steinmaßl betonte in seiner Eröffnungsrede, dass die alle zwei Jahre auf dem Festplatz stattfindende Truna ein besonderer Höhepunkt in der Zusammenarbeit zwischen Organisation und Verbänden sei. Man helfe zusammen. Dies sei im Landkreis stets der Fall: »Die meisten helfen zusammen, wenn es um große Themen geht«, sagte er. Der Landkreis Traunstein habe in der Rückschau auf über 30 Jahre Truna alle Krisenphasen überwunden. »Aus der letzten sind wir gestärkt hervorgegangen«, sagte Steinmaßl. Dies sei auch darin begründet, dass die Firmen in der Finanz- und Wirtschaftskrise zu ihrem regionalen Standort gestanden seien. »Und die Politik muss zu den Firmen stehen«, so der Landrat.

Die zunehmende Urbanisierung bringe eine »riesige Völkerwanderung« mit sich, erläuterte Steinmaßl am Beispiel des erwarteten Zuzuges nach München in den kommenden Jahrzehnten. Hier könne er nicht verstehen, dass man regional »um den einen oder anderen Quadratmeter« diskutiere, wo die überregionalen Entwicklungen einen viel umfangreicheren Flächenverbrauch mit sich bringen würden. In seinen großen Themen Erneuerbare Energien, Bildung, Gesundheitsvorsorge und Tourismus ging er auch auf eine mögliche Olympiabewerbung der Region ein. Der Welt wolle man zeigen, dass man »weltoffen, gastfreundlich und zuvorkommend« sei. Die Paralympics seien auch eine Chance, den öffentlichen Raum barrierefrei zu machen.

Auf der Bühne ging es am Samstag mehrfach um die Themen Ausbildung, Sport und Erneuerbare Energien. Klare Statements »pro Olympia« in der Region kamen dabei insbesondere auch von den Interview-Partnern Tobias Angerer und Evi Sachenbacher-Stehle, die auch von ihren eigenen Olympia-Erfahrungen und Medaillen-Gewinnen erzählten. Am Nachmittag wurde der Ansturm auf die Truna dann etwas geringer. Es waren aber immer noch viele Besucher auf dem Gelände unterwegs.

An den einzelnen Messeständen hatten die Firmen- und Organisationsvertreter nicht nur beim ersten größeren gemeinsamen Rundgang viel zu tun. Viele interessierte Besucher kamen mit den Anbietern ins Gespräch, informierten sich und ließen sich beraten. Attraktiv und zum Verweilen geeignet präsentierte sich die Sonderausstellung »Der Garten im Herbst« mit vielen Anregungen für die eigene Gartengestaltung. In der Chiemgauhalle sind mit der heimischen Land- und Forstwirtschaft viele Anbieter vertreten, die auch kulinarische regionale Köstlichkeiten zu bieten haben. awi