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»Wir wollen endlich eine Entscheidung«

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Hier würde die Überführung enden, wenn sie denn kommt: Beatrice Handlanger und Stefan Eder (von links) übergaben an den Landtagsabgeordneten Klaus Steiner eine Liste mit 738 Unterschriften für eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke in Heilig Geist. Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer betonte: »Wir wollen endlich eine Entscheidung vom Gericht.« (Foto: Reiter)

Surberg – Viele Surberger sind sauer. Seit Jahren warten sie auf eine sichere Überführung für Fußgänger und Radfahrer in Heilig Geist, doch passiert ist nichts. Nun hat der Elternbeirat des Surberger Kindergartens eine Unterschriftenaktion für eine Fußgängerbrücke gestartet. Die Liste, die 738 Bürger unterschrieben haben, wurde bei einem Ortstermin an Klaus Steiner übergeben. »Jetzt müssen wir erst einmal die rechtliche Seite klären«, sagte der Landtagsabgeordnete. »Wann dann gebaut wird und wie es mit der Finanzierung aussieht, ist wieder eine andere Sache.«


Zum Hintergrund: 2012 wurde ein Planfeststellungsverfahren für die Fußgängerbrücke in Heilig Geist eingeleitet. Nachdem zwei Anlieger geklagt hatten, ging die Angelegenheit an den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Dieser muss entscheiden, ob der Klage stattgegeben wird oder nicht. Doch seit drei Jahren passiert nichts. Das zuständige Gericht soll überlastet sein. »Es kann doch nicht sein, dass die das Ganze einfach liegen lassen«, kritisierte Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer. »Wir wollen endlich eine Entscheidung vom Gericht. Denn so wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen.«

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Vor allem für Kinder und alte Menschen stelle der derzeitige Übergang eine Gefahr dar. Durch den Kreisverkehr, die zusätzliche Abbiegespur nach Teisendorf und die Abzweigung Richtung Hallabrucker Berg sei das Ganze ziemlich unübersichtlich. »Dort ist so ein Verkehr, da kann man kein Kind allein ruhigen Gewissens drüber gehen lassen«, so Bürgermeister Josef Wimmer. Und Stefan Eder vom Elternbeirat ergänzte: »Wir wollen endlich wissen, ob die bereits beschlossene und dringend benötigte Brücke gebaut werden kann.« Eine Alternative gibt es laut Bürgermeister Josef Wimmer nicht. »Entweder die Brücke wird kommen – oder es bleibt so, wie es jetzt ist.« Aber das will der Surberger auf keinen Fall. Klaus Steiner sagte zu, dass er sich der Angelegenheit annehmen wird. KR