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»Wir stecken mitten in den Planungen«

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Die wildesten Spekulationen gibt es derzeit in Bezug auf die Zukunft des Chieminger Unterwirts.

Chieming – Nur eins steht im Moment fest: Das Chieminger Traditionswirtshaus Unterwirt wird Ende Oktober schließen. Über seine Zukunft gibt es die wildesten Spekulationen, doch die Verantwortlichen halten sich bedeckt. Sie wollen zum jetzigen Zeitpunkt nichts von ihren Plänen verraten. »Wir werden dazu kein Statement abgegeben«, betont Dirk Steinebach, der Geschäftsführer der Chiemgauer Brauhaus GmbH mit Sitz in Rosenheim. Es sei einfach noch zu früh, »wir stecken mitten in den Planungen.«


Ursprünglich sollte der Unterwirt abgerissen werden und an seiner Stelle ein Vier-Sterne-Hotel mit 80 Zimmern entstehen. Dieses Konzept war dem Gemeinderat vor gut einem Jahr von Architekt Georg Brüderl vorgestellt worden (wir berichteten). Doch nun hat der Unterwirt erneut den Besitzer gewechselt.

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Hermann Sailer hatte das Wirtshaus an Georg Brüderl aus Traunreut verkauft. Dieser gründete die Brüderl Hotel Projekt (BHP) GmbH, die nun das gesamte Areal an die Chiemgauer Brauhaus GmbH verkauft hat. Trotzdem bleibt Georg Brüderl mit im Boot: Sein Architekturbüro wird auch das neue Projekt planen und dann im September dem Gemeinderat in Chieming vorstellen.

Hermann Sailer, der den Unterwirt noch bis Ende Oktober betreibt, geht davon aus, dass das Wirtshaus nun doch nicht abgerissen werden soll. »Sie haben die Gasträume vermessen, das würde ja sonst keinen Sinn machen«, sagt der 60-Jährige, der sich nach fast 30 Jahren als Eigentümer und Betreiber des Unterwirts in Chieming einer neuen Herausforderung stellen möchte. Wie diese aussieht, dazu wollte er nichts sagen. »Das ist noch nicht spruchreif«, betont er.

In Bezug auf die Zukunft des Unterwirts gibt es die wildesten Spekulationen, die vom Bau von Wohnungen bis hin zu einem Asylbewerberheim reichen.

»Das ist ein absoluter Krampf«, betont Georg Brüderl. Auch er möchte nichts verraten, sagt aber: »«Es wird was ganz Schönes, das kann ich versprechen.« KR