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»Wir schauen ganz bewusst nach vorne«

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Die »Eintrittskarten zur Jubiläumsfeier« sind nicht ganz ernst gemeint: »Jeder kann kommen«, betonen Vorsitzende Ursula Lay und Geschäftsführer Tobias Trübenbach vom Katholischen Kreisbildungswerk Traunstein. (Foto: Schwaiger)

Traunstein. 40 Jahre katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Traunstein – das gehört natürlich gefeiert. Doch bei der Jubiläumsfeier des Katholischen Kreisbildungswerkes Traunstein am Mittwoch um 18.30 Uhr im Theaterseminar des Studienseminars St. Michael soll nicht der Festakt im Mittelpunkt stehen, sondern die Begegnung zwischen den Menschen.


Auf große Reden wollen Vorsitzende Ursula Lay und Geschäftsführer Tobias Trübenbach darum ganz bewusst verzichten. Dafür hält der renommierte Religionspädagoge Professor Anton Bucher von der Universität Salzburg einen kurzen Vortrag mit dem Titel »Was glauben Menschen heute?«. Außerdem werden an dem Abend die ersten beiden Ehrenmitglieder des Katholischen Kreisbildungswerks ernannt. Danach sollen die rund 900 geladenen Gäste und alle anderen Interessierten beim gemeinsamen Grillen noch viel Zeit haben, sich auszutauschen.

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Das Jubiläumsfest, das auf den Tag genau 40 Jahre nach der Gründung des Bildungswerkes stattfindet, ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten. Im Vorfeld hatte es mehrere Jubiläumsvorträge gegeben – alle unter dem Schwerpunktthema »Zukunft«. »Bei Jubiläen neigen die Leute ja dazu, zurückzuschauen, wir wollten ganz bewusst nach vorne schauen«, erklärt der Geschäftsführer. Das Katholische Kreisbildungswerk Traunstein hat pro Jahr zwischen 800 und 900 Angebote in der Erwachsenenbildung, rund 26 000 Menschen nehmen daran teil. Zahlen, die nur möglich sind, weil das Bildungswerk dezentral organisiert ist: Viele Kurse, Seminare oder Vorträge steuern etwa die Pfarreien oder die katholischen Frauenbunde bei.

»Die Leute, die unser Angebot wahrnehmen, sollen dadurch ihr Leben sinnvoller gestalten können«, erklärt Trübenbach das Ziel des Bildungswerkes. Mit seinem breiten Angebot, das sich an alle Altersgruppen richtet, versucht das Bildungswerk auch immer wieder, Nischen zu besetzen. Gelungen ist das zum Beispiel kürzlich durch das Seniorenstudium zur Regionalgeschichte zwischen Inn und Salzach. »Da haben wir eine richtige Marktlücke entdeckt«, sagt Ursula Lay. Das Studium, das im Oktober beginnen wird, ist bereits ausgebucht.

Das Bildungswerk will sich auch verstärkt für ein Publikum öffnen, das nicht kirchennah ist, erklärt Trübenbach: »Mit Themen wie Sinnsuche versuchen wir alle Menschen anzusprechen.« Das Programm liegt in der Geschäftsstelle in der Kardinal-Faulhaber-Straße 6 aus; es ist auch im Internet abrufbar. Interessierte, die an der Jubiläumsfeier am Mittwoch teilnehmen wollen, sollen sich beim Bildungswerk unter Telefon 0861/69495 anmelden. san