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»Wir nehmen das ernst«

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In einigen Gewässern in Oberbayern wurden kleine Plastikteilchen nachgewiesen. Sogenanntes Mikroplastik befindet sich laut Untersuchungen des Landesamts für Umwelt und der Universität Bayreuth im Starnberger See, im Ammersee, in der Isar, der Donau – aber auch im Chiemsee.


»Wir nehmen das ernst«, äußerte sich Landratsamt-Pressesprecher Roman Schneider auf Nachfrage unserer Zeitung. Gleichzeitig spricht er aber auch von einer Sache, »die überregional gelöst werden muss«.

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Umweltministerin Ulrike Scharf sprach von einer neuen Umweltgefahr, gegen die eine breite gesellschaftliche Allianz geschaffen werden müsse. Sie fordert ihre Bundeskollegin Barbara Hendricks auf, verstärkt auf Firmen einzuwirken, damit diese auf den Einsatz von kleinen Plastikteilchen verzichten. Wenn das nicht gelinge, müsse man laut Scharf auch an gesetzliche Maßnahmen denken. Verwendet wird Mikroplastik vor allem in der Kosmetikbranche.

Bislang war Mikroplastik eher ein Problem der Weltmeere. Die Plastikteilchen sind kleiner als fünf Millimeter. Das Gefährliche daran ist, dass sie von Kläranlagen nicht aus dem Wasser herausgefiltert werden können; dadurch gelangen sie auch in die Nahrungskette des Menschen.

Plastikmüll am Chiemsee ist nichts Neues. Bereits im Jahr 2013 machte das Traunsteiner Tagblatt mit mehreren Berichten auf diese Problematik aufmerksam. jar

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