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»Wir leben in einem Paradies«

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Rund 400 Gäste empfing der CSU-Kreisverband Traunstein zum Neujahrsempfang. Unser Foto zeigt den Bundesbau- und Verkehrsminister Peter Ramsauer (rechts) im Gespräch mit dem ehemaligen Leiter des Traunsteiner Straßenbauamts Dietmar Göger. Weitere Bilder finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos im Internet. (Foto: Rasch)

Als »europäisches Musterland, auf das wir stolz sein können« bezeichnete Verkehrsminister Peter Ramsauer den Freistaat Bayern beim Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes Traunstein im Gasthaus Unterwirt. Vor rund 400 geladenen Gästen sagte der Minister aus Traunwalchen, es käme nicht von ungefähr, dass so viele Menschen nach Bayern ziehen. »Wir leben in einem Paradies und sollten dieses auch als solches betrachten.«


Lobende Worte für Traunsteiner Nordumgehung

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Damit dies auch so bleibe, müsse der ländliche Raum gestärkt werden, denn »wir wollen, dass junge Leute vor Ort bleiben können und eine hervorragende Existenzmöglichkeit haben«. Eine Lanze brach er auch für das Ehrenamt. Auch hier sei Bayern Spitze und er sei zutiefst dankbar für die großartige Bewältigung des ehrenamtlichen Engagements. Eine funktionierende Gesellschaft ohne Ehrenamt sei für ihn nicht vorstellbar. Den Blick auf Deutschland gerichtet stellte Ramsauer heraus: »Die Welt blickt neidvoll und voller Respekt auf Deutschland.« Dass Deutschland so gut da stehe, schüre gleichzeitig auch hohe Erwartungen und diesen müsse man als Leit- und Führungsfunktion – obwohl oft mit Opfern verbunden – auch gerecht werden, forderte der Minister.

In seiner Eigenschaft als Verkehrsminister bezog er auch Stellung zu Verkehrsprojekten in der Region. Lobend erwähnte er die unlängst für den Verkehr freigegebene Traunsteiner Nordumgehung. Wenig Verständnis brachte er für die Haltung einiger Umweltschützer auf, die den Aubergtunnel in Altenmarkt kategorisch ablehnen und dagegen klagen. »Wenn es diese Klage nicht gäbe, könnte in einigen Monaten mit dem Aubergtunnel begonnen werden.« Er warnte davor, sich von einer kleinen Minderheit ein Diktat aufdrücken zu lassen. Es sei wichtig, so der Bundesverkehrsminister, den Ausbau der Mobilität nachhaltig zu gestalten und Baustellen zügig zu vollenden.

Der CSU-Kreisvorsitzende und MdL Klaus Steiner leitete den Neujahrsempfang mit einer positiven Botschaft ein und zitierte dabei den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, bezüglich des jüngst vorgestellten Armutsberichts. Laut Schneider weise der Bericht bei der Armutsgefährdungsquote für Berlin und das Ruhrgebiet dramatische Verwerfungen auf. »Was wir in Berlin und im Ruhrgebiet erleben, kommt einem armutspolitischen Erdrutsch gleich.« Dagegen habe Bayern die geringste Armutsquote in Deutschland, obwohl Bayern ebenso wie das Ruhrgebiet vor Jahren ähnliche strukturelle Probleme gehabt habe. In Bayern seien die Weichen rechtzeitig gestellt worden.

Schüler im Landkreis haben viele Chancen

In einer weiteren Botschaft erinnerte Steiner an eine Studie des Bayerischen Rundfunks, bei der 98 Prozent der Befragten sagten: »Ich lebe gerne in Bayern.« Diese und viele weitere Botschaften gäben Anlass dazu, bei aller Notwendigkeit auf die riesen Herausforderungen zu achten, vor denen man national und international stehe, optimistisch in die Zukunft zu schauen, betonte der Kreisvorsitzende. Lobend äußerte er sich auch über das mehrgliedrige Schulsystem in Bayern, das den Schülern auch im Landkreis viele Chancen einräume.

Der Freistaat sei europaweit auch das einzige Land, das keine neuen Schulden mehr mache und seit acht Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen könne. Die Kernbotschaft für 2013 laute, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Erst nach den positiven Botschaften begrüßte Steiner die rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche. Entschuldigen ließ sich Landrat Hermann Steinmaßl, der zu einem anderen Termin musste. Nach den Reden wurde das bayerische Buffet gestürmt. ga