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»Wir kommen mit dem Reparieren der Autobahn kaum noch nach«

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Dauerbaustelle A 8: So wie derzeit zwischen Grabenstätt und Bergen der Fahrbahnbelag, muss zwischen Rosenheim und der Landesgrenze immer wieder das Nötigste repariert werden. »Die Autobahn ist halt technisch auf dem Stand der 30er-Jahre«, sagt dazu Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern. (Foto: Hohler)

Noch bis Mitte Mai müssen Pendler, Urlauber und die heimische Wirtschaft mit Behinderungen auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bergen rechnen. Derzeit wird die Fahrbahn auf dem etwa drei Kilometer langen Abschnitt in beide Richtungen erneuert. Teilweise steht während der Arbeiten nur eine Fahrspur in jede Richtung zur Verfügung. Die Fahrbahnerneuerung sei dringend notwendig, »die A 8 ist in einem so schlechten Zustand, das geht weit über normale Erhaltungsarbeiten hinaus.«


Die Brücke über die Tiroler Achen und die Atzlbachbrücke östlich von Neukirchen am Teisenberg sind bereits saniert. »Bei den Brücken mussten die Dehnfugen erneuert werden«, erklärt dazu Pressesprecher Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern. »Das sind Verschleißteile, das müssen wir immer wieder mal machen.« Die Anschlussstelle Schweinbach ist noch bis Freitag um 6 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Grund sind hier Arbeiten an der Staatsstraße, die über die Autobahn führt.

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Die Kunst sei es, den richtigen Zeitraum für die Arbeiten zu finden. »Im Moment ist es geradezu ideal«, erklärt Seebacher. »Die Skifahrer sind weg, das nächste verlängerte Wochenende ist erst nächste Woche, und die Pfingstferien haben auch noch nicht begonnen. Nach Pfingsten geht dann erst mal nichts mehr bis September.«

Allerdings müsse man bei der A 8 auch immer wieder kurzfristig Bautrupps losschicken, wenn »wieder irgendwo etwas wegbricht«, so Seebacher. Nacht für Nacht seien die sogenannten Reparaturlose unterwegs. Diese Vertragsfirmen erledigen dringend notwendige Reparaturen. Doch während diese Trupps normalerweise »mal 30 oder 50 Meter flicken, sind das auf der A 8 schnell mal 100 oder mehrere 100 Meter.«

»Wir kommen mit dem Reparieren der Autobahn kaum noch nach, so schlecht ist der bauliche Zustand«, klagt Seebacher. Einzige Abhilfe wäre eine grundlegende Sanierung. »Aber die ist praktisch nicht machbar. Denn dazu müssen wir den kompletten Unterbau samt Damm erneuern.« - coho

Den ganzen Artikel lesen Sie am Donnerstag, 7. Mai, in der Printausgabe des Traunsteiner Tagblatts.