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"Wir können von Glück reden, dass noch nichts passiert ist"

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Einige Schülerinnen der Mädchenrealschule Sparz müssen direkt an der Bundesstraße 306 auf ihren Schulbus warten. Damit die Autofahrer auf sie achtgeben, regte zweiter Bürgermeister Hans Zillner in der jüngsten Stadtratssitzung an, dort Warnschilder aufzustellen. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Mehrere Anfragen von Stadträten sind in der jüngsten Sitzung des Traunsteiner Stadtrats auf den Tisch gekommen. Zweiter Bürgermeister Hans Zillner sprach die Verkehrssituation an den Bushaltestellen der Mädchenrealschule Sparz an.


»Die befinden sich direkt an der B306, und da fahren viele Fahrzeuge«, so Zillner. »Wir können von Glück sagen, dass da noch nichts passiert ist.« Er bat Oberbürgermeister Christian Kegel beziehungsweise die Stadtverwaltung, zu prüfen, ob man dort nicht Warnschilder mit der Aufschrift »Schule« aufstellen könnte. »Wir werden prüfen, welche Möglichkeiten es da gibt«, versprach Kegel.

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Um den Verkehr an der Grundschule Haslach ist es bei einer Anfrage von Dr. Christian Hümmer (CSU) gegangen. Er beantragte, dort Tempo 30 festzusetzen. »Der Berg von Einham herunter lädt gerade dazu ein, zu beschleunigen. Dazu ist es unübersichtlich. Das ist eine fatale Situation«, sagt er. Hümmer sprach sich dafür aus, sich alle Schulen im Stadtgebiet anzusehen und zu überprüfen, wo Tempo 30 angeraten sei.

Alle Schulen werden auf Tempo 30 überprüft

Manfred Bulka, der Leiter des Amts für Sicherheit und Ordnung, bestätigte, dass genau dies gerade passiere. Neue Verkehrsregeln würden es ermöglichen, Tempo 30 vor Kitas und Schulen einfacher umzusetzen. Oberbürgermeister Kegel führte mit Blick auf die Haslacher Grundschule aus, dass Tempo 30 dort »bestimmt auch kommen wird«. Bulka ergänzte, dass nur noch geklärt gehöre, von wo bis wo die 30er-Zone dort gehen soll – »vermutlich aber zwischen Zebrastreifen und Schule«.

Burgi Mörtl-Körner (Bündnis 90/Die Grünen) sagte, dass sie von den Kindern und Eltern in Geising angesprochen worden sei, ob man den dortigen »Fußballplatz« nicht aufschütten könne. Weil dort immer Wasser gestanden sei, rolle der Ball jetzt nicht mehr richtig. Kegel stellte richtig, dass das dort lediglich ein Bolzplatz sei. »Das wird nie ein echter Fußballplatz sein.« Er sagte aber dennoch Hilfe zu: »Wir können da mal mit der Walze drüberfahren.«

Wilfried Schott (Bündnis 90/Die Grünen) wollte wissen, wie es mit dem Verkehrs- und Parkraumkonzept weitergehen wird. »Ich will nicht, dass das in der Schublade verschwindet.« Oberbürgermeister Kegel antwortete, dass die Realisierung auch von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt abhänge. Schott erwiderte, dass er dann eine Arbeitsgruppe beantragen wolle, die sich mit dem Thema befasse. Kegel entgegnete darauf: »Wir haben eine Stadtverwaltung – und die wird uns immer wieder zeitnah informieren.« Mit dem Hinweis, dass »die Türen der Verwaltung offen stehen«, machte der Oberbürgermeister deutlich, dass dort jeder mit seinen Anregungen oder Ideen willkommen sei.

Stadt muss Ampelanlage an der Südspange bezahlen

Robert Sattler (SPD) meinte, dass ihm die Ampelanlage an der Südspange »Kummer mache«. Er wollte wissen, ob die Stadt Traunstein die Kosten für die Errichtung wirklich tragen müsse – wenn doch schon vorher klar gewesen sei, dass die Ampelanlage errichtet gehört. Der Oberbürgermeister antwortete, es sei »juristisch einwandfrei, dass die Stadt das zahlen muss«.

Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) sprach an, dass sich die Unterforsthuber Kneippanlage am Wartberg in Haslach »in keinem so guten Zustand« befindet. »Ich würde bitten, dass man die nochmal speziell anschaut«, sagte sie. Kegel sagte das zu.

Christa Fuchs (CSU) fragte nach dem Stand in Sachen »Chiemgau-Welle«. Die Initiatoren um Hannes Weininger wollen am Mühlbach eine Surfgelegenheit schaffen. Der Oberbürgermeister erklärte, dass die Stadt Traunstein die Planungen mit 1800 Euro unterstützt habe. Er bestätigte darüber hinaus, dass die Initiatoren überlegen, sich dem SB Chiemgau Traunstein anzuschließen. san