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»Wir haben viele Schulen, die zu klein sind«

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Die Ludwig-Thoma-Schule in Traunstein wird derzeit umgebaut. Im Stadtrat wurde darüber diskutiert, ob es richtig war, sich für die »kleine Lösung« zu entscheiden. Denn es sei eher davon auszugehen, dass – auch aufgrund der Flüchtlingskinder – mehr Platz benötigt werde. (Foto: Reiter)

Traunstein – Neben der hitzigen Debatte über eine zweite Schulküche und den Umbau der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule (wir berichteten), ging es im Stadtrat auch um andere Traunsteiner Schulen. »Wir haben viele Schulen, die zu klein sind«, sagte Karl Schulz (CSU). »Da müssen wir uns unbedingt was überlegen.«


Konkret angesprochen wurden die Grundschule in Haslach und die Ludwig-Thoma-Schule. Diese wird derzeit umgebaut. Der Stadtrat hatte sich für die »kleine Lösung« entschieden, »doch vermutlich brauchen wir eher acht als vier neue Räume«, sagte Dr. Christian Hümmer (CSU). Die Entwicklung sei – vor allem auch aufgrund der Flüchtlingskinder – sehr schwer abzuschätzen.

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»Wir brauchen unbedingt mehr Räume«

»Und wir haben die Schule in Haslach«, sagte dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner (SPD). »Da brauchen wir mehr Räume. Wir müssen dort unbedingt rangehen«, betonte sie. »Wir können froh sein, dass es in Haslach so viele brave Leute gibt, ansonsten würde das Ganze viel hitziger diskutiert«, so Dr. Christian Hümmer.

Richtig sauer war Stephan Hadulla (Grüne). Er kritisierte bei »Wünsche und Anfragen«, dass das Thema offene Ganztagsklasse an der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule nicht auf der Tagesordnung steht. »Ich wollte das heute drauf haben, denn wenn wir das jetzt nicht behandeln, dann wird es heuer nichts mehr«, schimpfte der Lehrer der Traunsteiner Mittelschule. »Ich bin wirklich sehr enttäuscht!«

Die Stadt hatte einen Zuschuss von 15 000 Euro für den Betrieb einer Ganztagsklasse verweigert, nun wollte Stephan Hadulla, dass sich der Traunsteiner Stadtrat mit dem Thema befasst. Oberbürgermeister Christian Kegel sagte, dass erst noch einige Fakten geklärt werden müssten. »Außerdem haben wir auch bei der Ludwig-Thoma-Schule die Übernahme des Defizits abgelehnt.« Ob das Thema dann in der nächsten Stadtratssitzung behandelt wird, blieb offen.

Traudl Wiesholler-Niederlöhner sprach die Fußgängerbrücke am Schwimmbad in der Nähe des Tenniscenters an. »Sie ist nicht behindertengerecht, sie hat Stufen«, sagte die dritte Bürgermeisterin. Mit einem Rollator oder auch einem Kinderwagen komme man da nur schwer drüber. »Wir werden uns die Brücke ansehen«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel zu.

Eine weitere Anfrage betraf die Wernberger Straße. Dort würden viele Lastwagen parken und die Abgase störten die Anwohner, sagte Traudl Wiesholler-Niederlöhner. »Oft lassen sie den Motor erst mal lange laufen, bis sie losfahren.«

Das mit den Lkw sei eine schwierige Sache, sogar in den Industriegebieten gebe es Beschwerden, wenn dort die Lastwagen parken würden, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. »Aber irgendwo müssen sie halt hin.« Vor allem, wenn der Festplatz belegt sei, »dann wird es schwierig mit den Lastwagen«, sagte auch Manfred Bulka, der Leiter des Ordnungsamts.

Außerdem wurde im Stadtrat der neue Kämmerer Reinhold Dendorfer vorgestellt. Er wird derzeit von Pankraz Maier eingearbeitet, der zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

Genehmigt wurde die Änderung des Bebauungsplans »Axdorfer Feld II« südlich der Kampenwandstraße und westlich der Geigelsteinstraße.

35 000 Euro teurer als geplant wird die Sanierung des Gasbehälters der Kläranlage. Einer entsprechenden Nachtragsvereinbarung stimmte der Stadtrat einhellig zu. Bei den Bauarbeiten war unter anderem festgestellt worden, dass die Behälterwand durchgerostet war. KR