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»Wir haben sehr viele Gespräche geführt«

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Auf dieser Seite des Kindergartens in Kammer wird der Hort für die Schul- und Kindergartenkinder gebaut.

Traunstein – Der Anbau an den Kindergarten in Kammer für die Hortbetreuung der Schul- und Kindergartenkinder soll im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Die Kosten für die Erweiterung werden auf 570 000 Euro geschätzt. Außerdem bekommt die Schule eine neue Heizzentrale. Wilfried Schott (Grüne) betonte im Stadtrat, dass man anstatt der bestehenden Ölheizung eine Gasheizung einbauen sollte. Dem hielt Oberbürgermeister Christian Kegel »wirtschaftliche Gründe« entgegen, auch wenn es technisch selbstverständlich machbar wäre.


»Das ist kein kleiner Kühlschrank«

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Ginge es hier um den Einbau einer komplett neuen Heizung, dann wäre Öl mit Sicherheit nicht die erste Wahl, betonte Oberbürgermeister Kegel. »Doch die Ölheizung ist ja schon drin.« In der Summe müsste man beim Einbau einer neuen Gasheizung mit Mehrkosten von 10 000 bis 15 000 Euro rechnen. Außerdem müsste man einen geeigneten Ort für den Gastank finden. »Das ist kein kleiner Kühlschrank, das Ganze braucht viel Platz.« Trotzdem wollte Wilfried Schott, dass die Stadtratsmitglieder darüber abstimmen. Sein Antrag, den Einbau einer Gasheizung prüfen zu lassen, wurde mit 18:6 Stimmen abgelehnt.

Christa Fuchs (CSU) gab einige Wünsche des Elternbeirats weiter. Wichtig wären den Eltern ein durchgängiger Lärmschutz, die Barrierefreiheit und ein sanfterer Übergang zu den Spielgeräten, so Christa Fuchs, die selbst in Kammer wohnt. Außerdem sollte bei der Gestaltung des Außenbereichs überlegt werden, ob anstatt der Hagebutten nicht andere Pflanzen gesetzt werden könnten. »Die Hagebutten sind ein Problem aufgrund der Dornen«, gab Fuchs ein Argument der Eltern weiter.

Oberbürgermeister Christian Kegel betonte, dass es einen engen Kontakt zwischen Planer, Schule und Kindergarten gebe. Die Anregungen des Elternbeirats würden aber gerne mit aufgenommen. Mit 22:2 Stimmen genehmigte der Stadtrat die Entwurfsplanung und Kostenberechnung des Architekturbüros von Helga Meinel. Im Haushalt 2017 werden 321 500 Euro für den Anbau an den Kindergarten und 54 000 Euro für die Heizung in der Kammerer Schule eingeplant.

»Wir haben sehr, sehr viele Gespräche geführt«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel in Bezug auf eine andere Schule, nämlich die Grundschule in Haslach. Von ursprünglich fünf verschiedenen Varianten hätten sich letztlich zwei als am sinnvollsten herauskristallisiert. Diese wurden bereits im Hauptausschuss diskutiert (wir berichteten). Letztlich entschied sich auch der Stadtrat mit 16:9 Stimmen für die Variante, bei der der Sportplatz um ein Drittel kleiner wird. Als Vorteile wurden die durchgängige Barrierefreiheit, der Erhalt aller Parkplätze und die gute Aufstockungsmöglichkeit genannt. »Unsere Schulen platzen aus allen Nähten«, sagte dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD). »Wir sollten uns diese Möglichkeit auch hier offen halten.«

Erweiterung kostet knapp drei Millionen Euro

Mit dem Anbau an das bestehende Schulhaus im Osten soll im Frühjahr 2018 begonnen werden. Dort sollen unter anderem die Mittagsbetreuung (Küche, Speiseraum, Gruppenraum), zwei weitere Gruppenräume, ein EDV-Raum, ein Handarbeits- und Musikraum, ein Technikraum sowie Toiletten untergebracht werden. Die Kosten für die Erweiterung in Haslach werden von der Stadt auf knapp über drei Millionen Euro geschätzt. KR