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»Wir danken Gott, dass es Dich gibt und dass Du bei uns bist«

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Pfarrer Franz Hohnheiser feierte jetzt in Neukirchen sein Goldenes Priesterjubiläum. Unser Bild zeigt ihn mit zweitem Bürgermeister Norbert Schader. (Foto: Huber)

Teisendorf – »Wir danken Gott, dass es Dich gibt und dass Du bei uns bist«, sagte Pater Joy Velicakathu, Pfarrer im Pfarrverband Neukirchen – Surberg in seiner Ansprache beim Festgottesdienst zum 50. Priesterjubiläum, das Pfarrer Franz Hohnheiser in der Pfarrkirche St. Ulrich in Neukirchen am Teisenberg feierte.


Geboren wurde Hohnheiser am 25. Juni 1936 in Kamitz im Sudetenland. Seine Mutter sei sehr jung verstorben, der Vater fiel im Krieg. Und so kam er mit seiner älteren Schwester und dem jüngeren Bruder zu den Großeltern väterlicherseits. Durch die Vertreibung kam die Familie 1946 mit dem ersten Transport nach Hennhofen bei Altomünster in Schwaben. Es war eine große Umstellung für die Kinder. Der Verlust der geliebten Eltern, der neue Dialekt, die neuen Freunde, alles musste bewältigt werden. Schon zwei Jahre später starb auch die geliebte Großmutter und es gab wieder einen Umzug. Eine Schwester des Vaters holte die Kinder nach Wartenberg in Oberbayern.

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Franz Hohnheiser erlernte nach dem Besuch der Volksschule den Beruf des Maschinenschlossers und legte 1954 die Facharbeiterprüfung ab. Inzwischen war in ihm der Wunsch gereift, Priester zu werden und so ging er noch im gleichen Jahr nach Fürstenried, um dort im Spätberufenen-Seminar das Abitur zu machen. Das bestand er dort 1959. Sehr zielstrebig ging er den Weg weiter, ergriff in Freising das Theologiestudium und bereitete sich damit auf das Priesteramt vor. Kardinal Julius Döpfner weihte ihn am 29. Juni vor 50 Jahren im Dom zu Freising zum Priester.

Nach der Priesterweihe und nach zwei Aushilfen erhielt Franz Hohnheiser eine Kaplanstelle in Kirchseeon und wurde nach zwei weiteren Jahren im September 1970 als Präfekt für drei Jahre ins Studienseminar St. Michael nach Traunstein berufen. Von hier aus ging es nach Putzbrunn in die erste eigene Pfarrei, in der er 21 Jahre tätig war. Es war eine schöne Zeit, in der er viel bewegen konnte, sagte er rückblickend. Schließlich wurde Pfarrer Hohnheiser nach Gründlkofen bei Landshut berufen. Hier betreute er neben Gründlkofen die Pfarrei Tondorf und die Pfarrkuratie Attenhausen. Es war eine anstrengende Zeit, denn hier musste er an sieben Orten abwechselnd Gottesdienste halten. So war er sehr froh, dass es im kirchlichen Recht möglich geworden war, mit 70 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Den Ruhestandsort musste er sich allerdings selbst suchen. Und so kam Pfarrer Franz Hohnheiser im September 2006 als Ruhestandspfarrer nach Neukirchen, das er schon aus seiner Zeit als Präfekt in Traunstein kannte. Seit neun Jahren lebt er nun als Ruhestandspfarrer in der Pfarrei St. Ulrich in Neukirchen am Teisenberg und unterstützt hier Pater Joy Velicakathu im Pfarrverband Surberg – Neukirchen in der Seelsorge.

In Neukirchen fühlt sich Pfarrer Hohnheiser wohl. Hier hat er ein schönes Pfarrhaus und was für den aktiven Hobbygärtner besonders wichtig ist, einen großen Garten mit Obstbäumen und Beerensträuchern, in dem er viele Blumen zum Blühen bringen kann, die dann die Pfarrkirche schmücken. Aber auch Gemüsepflanzen zieht er im Gewächshaus an und da das meist zu viele Pflanzen sind, bekommen auch die Neukirchner Hobbygärtner etwas davon ab. Pfarrer Hohnheiser ist sehr gesellig, er mag seine Pfarrkinder und pflegt zur Schule und den hiesigen Vereinen ein gutes Verhältnis. Aber auch die Neukirchner mögen ihren Pfarrer, wie sich in den verschiedenen Feiern zu seinem 50. Priesterjubiläum zeigte. wh