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»Wir brauchen Menschen wie Sie«

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Bezirkstagspräsident Josef Mederer (auf den beiden Bildern jeweils rechts) zeichnete in München Adelheid Waldeyer-Meirer aus Unterwössen und Georg Schmid aus Surberg mit der Bezirksmedaille für ihr ehrenamtliches Engagement aus. (Fotos: Bezirk Oberbayern/Wolfgang Englmaier)

Als Zeichen der Anerkennung verleiht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben, die Bezirksmedaille. Diese erhielten bei einer Feierstunde in München nun Adelheid Waldeyer-Meirer aus Unterwössen und Georg Schmid aus Surberg.


Als wichtige Stütze unserer Gesellschaft bezeichnete Bezirkstagspräsident Josef Mederer das ehrenamtliche Engagement. »Ohne das Ehrenamt würden Bereiche in unserer Gesellschaft veröden, wäre unser Zusammenleben ein anderes. Vereine könnten nicht mehr existieren, viele Menschen würden vereinsamen.« Ein Ehrenamt sage viel über einen Menschen aus: »Ehrenamtliches Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen. Wir brauchen Menschen wie Sie. Mein großer Wunsch ist es, dass Sie Vorbild für andere sind.«

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Eine der Geehrten ist Adelheid Waldeyer-Meirer aus Unterwössen. »Sie hat sich für die sozialen Belange in der Gemeinde stark gemacht, sich für Kinder und Jugendliche engagiert, aber auch für Senioren, Mütter und Familien«, so Bezirkstagspräsident Mederer in seiner Laudatio. »Ihr größter Verdienst ist die Schaffung des Wössner Regenbogens als die soziale Einrichtung für die Gemeinde Unterwössen schlechthin.« Waldeyer-Meirer gründete den Verein im Jahr 1996, weil ein Jahr zuvor etwa 40 Kinder keinen Kindergartenplatz gefunden hatten. »In ihrer Funktion als Vorsitzende des Wössner Regenbogens hat sie die Lücke zwischen dem Angebot des kircheneigenen Kindergartens und dem darüber hinausgehenden Bedarf an Betreuungsplätzen, im Besonderen für Kleinkinder, geschlossen«, so der Bezirkstagspräsident. »Besonders betroffen waren alleinerziehende Mütter, die ohne Kinderbetreuung nicht berufstätig sein konnten. »Im Jahr 2007 gab es die Anerkennung als Mütter- und Familienzentrum durch das Landratsamt und dadurch auch eine Förderung durch den Landkreis.«

»Meine Hochachtung vor Ihrer Leistung«

Abschließend lobte Mederer: »Sie haben eine Mammutaufgabe gestemmt: Der Weg von der Idee bis hin zur organisierten Kinderbetreuung war nicht einfach und auch von Rückschlägen begleitet. Es war ein Konzept zu erstellen, die Infrastruktur zu organisieren, es galt Finanzmittel bereitzustellen und es war erforderlich, die fachliche Betreuung der Kinder zu garantieren. Sie haben es mit Ihrem Verein geschafft. Meine Hochachtung vor Ihrer Leistung und Respekt für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Sie sind ein Vorbild!«

Ebenfalls mit der Bezirksmedaille ausgezeichnet hat Bezirkstagspräsident Josef Mederer den aus der Gemeinde Surberg stammenden Georg Schmid. »Ehrenamtliches Engagement und vorbildliches Einsetzen für die Allgemeinheit, das sind Tugenden von Georg Schmid.« Seine Tatkraft stellt er auch dem Gemeinderat zur Verfügung.

Ehrenamtlich engagierte er sich von 2003 bis 2017 als Mitglied der Vorstandschaft des Bezirksjugendrings Oberbayern und war zeitweise stellvertretender Vorsitzender. Aktiv ist Schmid auch in der Bayerischen Sportjugend. Auf Landesebene engagierte er sich von 2008 bis 2012 als stellvertretender Vorsitzender der BSJ Landesvorstandschaft. »Besonders hervorheben muss man seine Verdienste in der internationalen Jugendarbeit.« Er hat die Partnerschaft des Bezirksjugendrings Oberbayern mit dem Jugendring der Region Trnava in der Westslowakei entscheidend aufgebaut und gepflegt, beispielsweise durch verschiedene Delegationsreisen und Empfänge. »Seine harmonische Art und sein jugendpolitischer Einsatz stellen ihn als einmaligen und herausragenden Netzwerker in der Jugendarbeit dar, der sich auf allen politischen Ebenen für die Belange der Jugend einsetzt.«

»Wünsche, dass Ihnen nie die Energie ausgeht«

Beim Bayerischen Jugendring war er viele Jahre im Beirat für internationale Jugendarbeit und hat Jugendprojekte mit verschiedensten Ländern imitiert. Beim Arbeitskreis für das Oberbayerische Kinder- und Jugendprogramm 2004 setzte er entscheidende Akzente, die noch bis heute Bestand in der oberbayerischen Kinder- und Jugendarbeit haben. »Ihnen wünsche ich, dass Ihnen die Energie nie ausgehen wird.« fb