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»Wir bilden und erziehen die nächste Generation«

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Die Kinder führten beim Tag der offenen Tür einen Festtanz auf. (Foto: vom Dorp)

Übersee – »Herein, wir laden alle ein, wir feiern heute ein Fest«, sangen die 37 Kinder des gemeindlichen Kindergartens Zellerpark zur Begrüßung.


Ein Fest wurde das 20. Jubiläum in der Tat. Mit dem Schülerorchester, vielen Liedern, Tänzen und Gstanzln der Kindergartenkinder, Festreden, Luftballonsteigen, Brotzeiten, Spielen und einem Tag der offenen Tür wurde groß gefeiert.

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Bei Kaiserwetter und mit einem Leiterwagen voller Geschenke für die Kinder kam Bürgermeister Marc Nitschke zum Gratulieren in den Garten des Kindergartens. Er erinnerte an das Jahr 1995, als der katholische Kindergarten St. Irmengard so überlastet war, dass man wegen der vielen Anmeldungen eine Notgruppe einrichten musste. Noch im selben Jahr gab es erste Überlegungen für einen zusätzlichen Kindergarten. Doch die Standortsuche gestaltete sich schwierig. Erst am 25. April 1996 gab es im Gemeinderat grünes Licht für den Kindergarten im Zellerpark.

»Nach einer unglaublich kurzen Bauzeit von knapp zehn Monaten und Kosten von nur 665 000 Euro ging der Betrieb des Kindergartens dann schon am 7. Januar 1997 los«, so der Bürgermeister. Im Jahr 2014 wurde die Einrichtung um eine Krippe erweitert, deren Betrieb im Januar 2015 startete. »Eine Gemeinde kann vieles planen und bauen, aber das Wichtigste sind doch die Menschen, die die Kinder begleiten«, betonte der Gemeindechef. In diesem Zusammenhang galt sein Dank dem gesamten Kindergartenteam, besonders aber Leiterin Anja Schwaiger sowie den Erzieherinnen Iwona Kaczmarek und Andrea Osterhammer, die von Beginn an dabei sind.

Auch der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner, der damals als Überseer Gemeinderat die Entscheidung für den Kindergarten mitgetragen hatte, ließ sich das Jubiläumsfest nicht entgehen. Er rief die seinerzeit »nicht ganz unumstrittene Standortentscheidung für den Zellerpark« in Erinnerung und betonte die Wichtigkeit der frühkindlichen Bildung. Laut Steiner seien die hierfür maßgebenden Lösungen in Übersee vorhanden.

Auch Kindergartenleiterin Schwaiger ging auf die verantwortungsvolle Aufgabe ein, »denn wir bilden und erziehen die nächste Generation«. In den vergangenen 20 Jahren waren über 400 Kinder durch ihre Hände gegangen. In dieser Zeit hat sich nach ihren Worten viel verändert. Allein der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan hätte zwar viele Tipps und Vorgaben für die tägliche Arbeit am Kind gebracht, aber auch eine große Portion Bürokratie.

Geblieben sei ein stets planvolles Handeln bei sich wandelnden Erziehungszielen und neuen Trends. Nach ihrem Dafürhalten ist dabei das tägliche Freispiel ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Kinder: »Beim Spielen erkunden sie die Welt, entdecken eigene Kompetenzen, lernen alltägliche Zusammenhänge und erleben Emotionen und geistige Fähigkeiten.«

Schwaiger lobte alle Unterstützer der vergangenen 20 Jahre, vor allem die Gemeinde als Träger der Einrichtung. Besonders die früheren Bürgermeister Peter Stöger, unter dessen Federführung der Kindergarten gebaut wurde, sowie dessen Nachfolger Franz Gnadl hätten immer ein offenes Ohr für den Kindergarten gehabt, wie auch der heutige Rathauschef Nitschke.

Nach dem offiziellen Teil standen die Kinder im Mittelpunkt. Sie durften die vom Elternbeirat gestifteten und mit ihrem Namen versehenen Luftballons steigen lassen und sich beim Spielen austoben. bvd

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