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»Wir bekommen wieder einen Dorfmittelpunkt«

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Unterwössen. »Gemeinsam ist es uns gelungen, unsere Gemeinde im zu Ende gehenden Jahr als attraktiven Lebensraum Schritt für Schritt weiter zu entwickeln«, sagte Bürgermeister Hans Haslreiter nicht ohne Stolz in seiner traditionellen Weihnachtsansprache während der letzten Gemeinderatssitzung dieses Jahres. »Wir haben Nachhaltiges geschaffen, freiwillige Leistungen in großem Umfang erfüllt und etwas Schulden abgebaut.«


Als die beiden herausragenden Themen bezeichnete der Rathauschef das Hallenbad und den Verkauf des Gemeindegrundstückes in der Ortsmitte. Die kurzfristige Schließung des Hallenbades und das Insolvenzverfahren seien aus Sicht der Gemeinde zwar unvermeidbar gewesen, würden aber noch nicht das endgültige Aus bedeuten. »Die Zeit des momentanen Stillstandes wird auch jetzt mit der Suche nach weiteren Alternativen oder Lösungsmöglichkeiten genutzt«, betonte Haslreiter. Als »bedauerlich« empfand er es, dass es zu keiner Solidargemeinschaft des Achentales für den weiteren Hallenbadbetrieb gekommen sei.

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Umso mehr freute sich der Bürgermeister über die Entwicklung in der Dorfmitte: »Die große Baulücke wird endlich mit einem Vollsortimenter geschlossen, und wir bekommen wieder einen Dorfmittelpunkt.« Nach der in Kürze zu erwartenden Baugenehmigung stünde dem Bauvorhaben nichts mehr im Wege und der Kaufpreis werde fällig.

Neben diesen beiden Dauerbrennern blickte der Rathauschef auch auf zahlreiche Investitionen in Schule, Rathaus, Kindergarten, Turnhalle, bei der Feuerwehr, beim Bauhof und am Wössner See zurück. Investiert wurde zudem auch in die Erweiterung und Umstellung aller Straßenlampen in Unter- und Oberwössen auf Energiesparleuchtmittel sowie in die Sanierung von Gemeindestraßen und Gehsteigen.

Trotz dieser vielen Investitionen freute sich Haslreiter »über eine positive Entwicklung der Finanzen«. Die sei möglich geworden durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer (etwa 20 000 Euro), einer positiven, aber noch nicht genau bekannten Entwicklung bei der Einkommenssteuerbeteiligung sowie einer generell richtigen Weichenstellung.

Unter dem Strich habe man laut Haslreiter die vorgesehene Kreditaufnahme von 432 000 Euro nicht in Anspruch nehmen müssen und damit bereits seit vier Jahren hintereinander ohne eine Neuaufnahme auskommen können. Zudem habe man noch 142 000 Euro an Schulden reduziert.

In einem kurzen Ausblick auf 2013 sprach der Gemeindechef hauptsächlich die künftigen Investitionen an. Geplant sei der Kauf eines neuen Feuerwehrlöschfahrzeugs LF 20/16 (330 000 Euro), wofür 90 000 Euro an Fördermitteln zu erwarten seien, die weitere Sanierung der Kanalisation (150 000 bis 200 000 Euro) sowie die Entwässerung in Hinterwössen und der Straßenausbau am Gries (350 000 Euro). Mit Kosten von etwa 80 000 Euro müsse man bei den Straßenasphaltierungen von der Leithengasse, dem Hammerergraben und der Garbmühlstraße rechnen. bvd